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Sebnitz

Ulbersdorfer Schlosspark neu möbliert

Wegen Corona fast in Vergessenheit geraten sind die Skulpturen im Park in Ulbersdorf. Ein Rundgang lohnt sich jetzt auf jeden Fall.

Nicht nur botanische Raritäten, sondern auch bildhauerische Werke gibt es im Schlosspark Ulbersdorf zu bestaunen.
Nicht nur botanische Raritäten, sondern auch bildhauerische Werke gibt es im Schlosspark Ulbersdorf zu bestaunen. © Steffen Unger

Vor reichlich drei Jahren hatten sich die Ulbersdorfer entschieden, ihr Schloss samt der idyllischen Parkanlage mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Die Skulpturenausstellung ist da nur ein Vorhaben. Weitere Ausstellungen von Künstlern oder auch Vereinen sind geplant, Konzerte im Schlosspark sollten folgen.

Mit Corona wurde aber auch da alles etwas anders. Gefeiert werden konnte nicht viel. Während auf einen Rundgang in Schloss Ulbersdorf verzichtet werden muss, können im Schlosspark aber mittlerweile einige Skulpturen betrachtet werden. Sie stammen aus dem Nachlass des 1993 in Bautzen verstorbenen Künstlers Horst Weiße. Seine Kinder, Kerstin Hille und Burkhardt Weiße, wohnen beide in Sebnitz. Sie haben die Skulpturen der Stadt Hohnstein als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Die kleineren Skulpturen werden im Inneren des Hauses gezeigt, die größeren im Park. Außerdem wurden neue Sitzbänke in dem Areal aufgestellt.

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Skulpturen ergänzen sich mit Baum-Raritäten

Der Schlosspark selbst ist geprägt von einigen botanischen Raritäten, die jetzt von bildhauerischen Raritäten ergänzt werden. Der Park wurde nach dem Krieg zunächst als Kleingartenanlage genutzt. Nachdem die Gärten nicht mehr benötigt wurden, entstand ein Landschaftspark mit einigen seltenen Exemplaren. Dazu gehört zweifelsohne der aus Nordamerika stammende Geweihbaum. Dessen Blätter können einen Durchmesser von bis zu 90 Zentimetern erreichen. Vorbei geht es an einem Mammutbaum, einer Magnolie oder Tulpenbaum sowie an einem chinesischen Taschentuchbaum, dessen Blüten tatsächlich wie Taschentücher herabhängen.

Eine Besonderheit im Park ist auch der Kuchenbaum. Im Herbst, wenn er das Laub abwirft, duftet es dann überall nach Lebkuchen. Außerdem wachsen in Nähe des Schlosses ein Gingko-Baum, eine große Trauerweide und eine riesige Hainbuche.

Einige der Bäume sind zwischen 250 bis 300 Jahre alt. Allerdings mussten in letzter Zeit auch immer wieder ein paar er alten Bäume gefällt werden, um die Sicherheit für Besucher im Park weiter zu gewährleisten.

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