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Was Hohnstein mit dem Busplatz vorhat

Die Stadt will den Ortseingangsbereich umgestalten. Ideen dafür gibt es. Jetzt sind die Hohnsteiner am Drücker. Sie dürfen mitgestalten.

Schön ist der Ortseingang von Hohnstein nicht. Er soll nun umgebaut werden.
Schön ist der Ortseingang von Hohnstein nicht. Er soll nun umgebaut werden. © Steffen Unger

Der erste Eindruck zählt bekanntlich und bleibt in Erinnerung. Der von Hohnsteins Ortseingang ist jetzt eher trist, farblos, unsortiert und noch dazu gefährlich. Die Stadt möchte das ändern und lässt deshalb die Einwohner über die Neugestaltung diskutieren. Mit dem Vorhaben soll der Eingangsbereich nicht nur attraktiver werden. Die Stadt will auch einige Missstände beseitigen. Um nicht an den Einwohnern vorbeizuplanen, wird das Vorhaben öffentlich ausgelegt. Bis zum 15. März können die Hohnsteiner Einwohner noch ihre Meinung zu den Umbauplänen am zentralen Platz sagen.

Das will die Stadt erreichen

Vier Ziele hat man sich für das Bauvorhaben gestellt. Die Fläche soll als "Tor zur Stadt Hohnstein" attraktiver gestaltet werden. Die Aufenthalts- und Erlebnisqualität für Einwohner und Gäste soll sich verbessern. Zugleich will man eine moderne Haltestelle für den öffentlichen Nahverkehr schaffen und auch den geforderten Standards im Regionalverkehr nachkommen. Mit der Umgestaltung sollen aber auch Fahrgäste und Fußgänger auf der sicheren Seite sein und die Stadt möchte zusätzliche Parkflächen schaffen. Die benötigt Hohnstein dringend.

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Gerade der letzte Sommer hat gezeigt, dass die Stadt in Sachen Parken schnell an ihre Grenzen kommt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Instandsetzung der kaputten Rohre, in denen der Hohnsteiner Bach fließt. Ein Teil soll offen gelegt werden. Angesichts der großen Umbaupläne und den engen Platzverhältnissen steht schon jetzt fest, dass nicht alle auf einmal umgesetzt werden kann. Die einzelnen Etappen werden noch festgelegt. Einsehbar sind Pläne auf der Internetseite der Stadt Hohnstein.

Das ist konkret geplant

Der Haltestellenbereich wird auf sechs Stellplätze für Busse erweitert. Damit kommt die Stadt Hohnstein den Forderungen des Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) nach. Außerdem werden moderne Unterstände an den Haltestellen gebaut. Die gab es bislang nicht, sondern nur ein Buswartehaus. Das soll erhalten bleiben und eine öffentliche Toilette eingebaut werden. Das nächste öffentliche WC befindet sich in der Rathausstraße in der Touristinformation. Eine weitere Anlage würde damit auch mehr Service für Besucher bedeuten.

Verkehrssicherer sollen die Ausfahrten aus der Max-Jacob-Straße und der Schandauer Straße auf die Sebnitzer/Obere Straße werden. Beide Ausfahrten werden künftig rechtwinklig. Damit sollen auch die Sichtbedingungen für Kraftfahrer besser werden. Allerdings müsste dafür die ortsbildprägende Eiche geopfert werden.

Sicherer soll es auch für die Anwohner der Oberen Straße in diesem Areal werden. Mit dem Umbau soll im Bereich der Häuser 37 bis 45 ein neuer Fußweg gebaut werden. Die Straße muss dafür etwas verlegt werden. Hier trifft sie dann auf die nächste große Eiche. Diese kann nach Aussagen des Planers erhalten werden. Längerfristiges Ziel ist den Plänen zufolge die Fortsetzung des Fußwegs bis zum Parkplatz an der Sebnitzer Straße. Diese muss als Ausweichparkplatz mit genutzt werden, wenn die Stellflächen in der Stadt alle besetzt sind. Um auch die Parksituation zu entspannen, werden an der Straße Am Stadtbad etwa 17 neue Stellflächen geschaffen.

Hohnsteiner Bach kommt ans Tageslicht

Nur wer sein Fahrzeug unterhalb des Friedhofes abstellt, wird den ummauerten Bereich des Hohnsteiner Baches bereits entdeckt haben. Das Problem hier ist allerdings, dass der kleine Fluss unterirdisch unter dem gesamten Areal entlang führt. Bei einer Befahrung in dem Abschnitt von Meschkes Gasthaus bis zum Bärengarten wurde festgestellt, dass die Rohre mehr als desolat sind und früher oder später einbrechen würden. Deshalb soll im Zuge der Bauarbeiten der verrohrte Bach nicht nur instand gesetzt, sondern auch dort, wo es möglich ist, offen gelegt werden. In Höhe des Friedhofes ist wieder eine Schöpfstelle vorgesehen, die durchaus als kleiner Erlebnisbereich gestaltetet werden soll.

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