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Sebnitz

Wieder freie Sicht auf Hohnstein

Einwohner kümmern sich in Eigeninitiative um den beliebten Panoramaweg. In diesem Jahr kamen sogar noch mehr, um zu helfen.

Vom Röhrenweg oberhalb von Hohnstein bieten sich interessante und immer wieder neue Ausblicke auf die Stadt.
Vom Röhrenweg oberhalb von Hohnstein bieten sich interessante und immer wieder neue Ausblicke auf die Stadt. © Steffen Unger

Der Blick auf die Postkartenmotive von Hohnstein ist wieder frei. Dafür haben die Einwohner selbst gesorgt. Die schönsten Aussichtspunkte auf dem Panoramaweg oberhalb der Oberen Straße in Hohnstein waren ziemlich zugewuchert. Das wurde zuletzt auch bei der Ortsbegehung durch den Ortschaftsrat festgestellt.

Mit Saisonbeginn sollte sich das nun ändern. Immerhin ist der Röhrenweg viel begangen und bei den Hohnsteinern wie Gästen beliebt. Und ziemlich schnell war klar, hier gibt es jeden Menge zu tun. Im Laufe des Herbstes und auch des Winters hatte sich so einiger Unrat angesammelt. An einigen Stellen war der Weg nur noch schwer begehbar. Und so ging es mit der Heckenschere den widerspenstigen Büschen an die Äste, um sie wieder in Form zu bringen.

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Die IG Innenstadtbelebung und der Ortschafstrat von Hohnstein kümmern sich seit Jahren darum, dass der Weg begehbar bleibt. Dieses Mal kam jedoch noch mehr Unterstützung. Viele Hohnsteiner hatten sich angesprochen gefühlt, brachten eigene Arbeitsgeräte mit, um dem Wildwuchs am Weg zu beseitigen. Außerdem wurde das Laub auf dem Weg entsorgt und der Treppenaufstieg am Bergborn gereinigt. Die Pflege des Röhrenwegs durch Hohnsteiner Einwohner und des Bauhofes ist inzwischen schon zur Tradition geworden. Begonnen hatte alles im Jahr 2017. Die Mitarbeiter des Bauhofes signalisierten damals, dass sie angesichts der vielen Pflegearbeiten in der Stadt und den Ortsteilen nicht mehr alles schaffen werden. Und da den Hohnsteinern der Weg seit jeher am Herzen liegt, haben sie auf Initiative der IG Innenstadtbelebung hin kurzerhand mit angepackt.

Bauliche Instandsetzung geplant

Der Röhrenweg ist aber nicht nur ein beliebter Panoramaweg. Er ist auch Teil des Kasperpfades von Hohnstein. Innerhalb des neuen Imageprojektes der Stadt soll dieser erweitert werden. An verschiedenen Stationen werden hier Geschichten über Kasper & Co. erzählt, Rätsel gelöst und Fragen beantwortet. Künftig soll der Pfad auch die Burg und den Marktplatz mit einschließen. Gleichzeitig will man eben auch den Rundwanderweg, den Röhrenweg, als Teil des Kasperpfades baulich in einen ordentlichen Zustand versetzen. Dafür sollen noch gesondert Fördermittel eingeworben werden. (SZ/web)

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