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Hohnsteins Markt hat seine Linde wieder

Ein Wahrzeichen der Stadt ist zurück. Allerdings ein paar Nummern kleiner.

© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

Hohnstein. Der Ulbersdorfer Landschaftsgärtner Christian Schöne hat alles daran gesetzt, dass die Winterlinde wieder schnell festen Boden unter ihren Wurzeln bekommt. Ursprünglich sollte die neue Linde erst im Herbst gepflanzt werden. Ohne viel Aufhebens wurde der Baum schon in den letzten Tagen gepflanzt.

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Zuvor hatten allerdings die Männer vom Bauhof noch mit den Wurzeln der alten Linde zu kämpfen. Die musste weichen, weil ihre Äste in den Herbststürmen bereits zwei Autos unter sich begraben hatten. Das löste eine Debatte um die Zukunft der Linde aus. Bürgermeister Daniel Brade (SPD) ließ drei Varianten erarbeiten, über die die Hohnsteiner diskutieren sollten. Die Krone einkürzen, sie komplett zurückschneiden bis auf den Hauptstamm oder gleich den ganzen Baum fällen und einen neuen pflanzen – diese Varianten standen zur Wahl. Es gab Hohnsteiner, die wollten die Linde gern halten. Da sie doch sozusagen auch ein Wahrzeichen der Stadt sei. Letztlich setzten sich diejenigen durch, die gesagt haben, die Linde wird gefällt und an deren Stelle eine neue gepflanzt. Diese hat nun richtig viel Licht zum Wachsen. Und wer den Marktplatz noch mit seiner alten knorrigen Linde kennt, dem wird die Veränderung wohl kaum auffallen. Um die neue Linde pflanzen zu können, hatte die Stadt vorher um Sponsoren geworben. Ein anonymer Spender hatte sich gemeldet, sodass die Stadt letztlich die Neupflanzung in Auftrag geben konnte. Und möglicherweise ist so manchem Hohnsteiner dadurch ein langes Leben garantiert. Er müsste nur einen Spruch von Naturfreund Karl Pavlicek befolgen, den er unlängst zitierte: „Eine Stunde Schlaf unter einem Lindenbaum verlängert das Leben um ein Jahr.“