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Holztribüne am Steyer-Stadion wird jetzt abgerissen

© Christian Juppe

Seit Jahren ist die Sanierung der Leichtathletikanlage geplant. 12 000 Zuschauer sollen dort einmal Platz finden.

Von Juliane Richter

Der Bauzaun steht, und die Zufahrt ist vorbereitet. Kommenden Mittwoch soll der Abriss der historischen Holztribüne des Heinz-Steyer-Stadions beginnen. Damit fällt endgültig der Startschuss für die Sanierung des Leichtathletik-Stadions.

Die Holztribüne ist seit Jahren marode und für die Zuschauer gesperrt. Lediglich die Umkleiden im Innern wurden bei Sportveranstaltungen noch genutzt, weil es in der Nähe keinen Ersatz gab. Doch nun, da das neue Funktionsgebäude zwischen Stadion und Eishalle fertig ist, sind die alten Umkleiden nicht mehr nötig, und der Abriss kann beginnen. Am Mittwoch will Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) nach SZ-Informationen das neue zweistöckige Funktionsgebäude einweihen und zugleich den Abriss der Holztribüne einleiten. Lehmann selbst wollte sich in dieser Woche noch nicht zu dem Thema äußern. Unklar ist deshalb, wie groß die Bauverzögerungen für die folgenden Bauschritte ausfallen – denn das rund 1,6 Millionen Euro teure Funktionsgebäude sollte eigentlich schon im Herbst fertig sein. Der Abriss der Holztribüne dürfte ebenfalls nicht einfach sein. Schadstoffbelastete Bauteile müssen gesondert entsorgt werden. Zudem ist unklar, was sich im Boden unter der Tribüne verbirgt. An gleicher Stelle soll nach dem Abriss eine neue Tribüne entstehen. Möglicherweise muss diese auf Pfähle gebaut werden, wenn der Baugrund nicht fest genug ist. Ursprünglich war die Stadt von rund zwei Millionen Euro Baukosten für die Tribüne ausgegangen.

Wenn der Neubau steht, soll die gegenüberliegende Steintribüne folgen. Die bleibt bestehen, wird jedoch saniert und erweitert, sodass hier 2 000 zusätzliche Sitzplätze entstehen. Nach dem Umbau der gesamten Anlage soll die Leichtathletikarena Platz für etwa 12 000 Zuschauer bieten. In den vergangenen Jahren waren wegen des maroden Zustands nur noch 4 500 zugelassen gewesen. Zudem musste das Bauaufsichtsamt jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob die Anlage überhaupt noch benutzt werden kann.

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Steyer-Stadions waren zuletzt mit etwa 13 Millionen Euro angegeben worden. Da der Stadtrat für das Projekt nur Teilsummen in den Haushalt einplant, ist bisher noch unklar, wann die Arbeiten endgültig abgeschlossen sein werden.