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Homann kam nicht, weil Fachleute fehlen

Die Entscheidung für die Region war bitter: Im Frühjahr entschied die Müller-Gruppe, die Salatfabrik nicht in Leppersdorf zu errichten. Jetzt gab es eine kurze Erklärung.

Dissen/Leppersdorf. Auf einer Bürgerversammlung im niedersächsischen Dissen hat Sönke Renk, Vorsitzender der Geschäftsführung, Gründe für die Homann-Absage am Standort Leppersdorf genannt. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Auf die Frage eines Bürgers: „Warum fiel die Entscheidung, doch in Dissen zu bleiben?“, sagte der Manager: Das habe auch an der Schwierigkeit gelegen, im sächsischen Leppersdorf Fachkräfte zu finden. „Aber das wirklich Ausschlaggebende war die Tatsache, dass ich mit der Investition von 450 Millionen Euro in Sachsen nur einen Teil der Probleme in der Organisation und Marktbearbeitung hätte lösen können“, erklärte er.

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Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte die Müller-Gruppe entschieden, die Firmen-Tochter Homann in Leppersdorf ansiedeln zu wollen. Müller plante, rund 500 Millionen Euro für die Ansiedlung des Feinkostwerks zu investieren und rund 800 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Im April 2018 kam die Absage. Das Konzept sei überprüft worden, daraufhin habe man sich für einen Verbleib in Niedersachsen entschieden. Rund 200 Millionen Euro werden jetzt in die Homann-Werke Dissen, Lintorf, Bottrop und Rogätz investiert. Im Stammsitz Dissen produziert Homann seit mehr als 141 Jahren. Etwa 1 200 Menschen arbeiten im Kreis Osnabrück für die Firma, die im vergangenen Jahr rund 640 Millionen Euro Umsatz machte. Laut Sönke Renk soll Dissen Homanns Leuchtturm in Sachen Salat-Produktion und -Logistik werden. Für das kommende Jahr kündigte er deshalb nicht nur ein neues Erscheinungsbild der dann transparent verpackten Produkte an. Ebenso solle die Qualität der Nahrungsmittel durch verbesserte Rohwaren und frischere Zutaten Homann wieder zum unangefochtenen Marktführer in Deutschland machen, sagte der 53-jährige Manager. (SZ/td)