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Homann-Umzug geplatzt?

Für Niedersachsens Wirtschaftsminister Althusmann steht die Ansiedelung in Leppersdorf vor dem Aus. Müllermilch hält sich bedeckt.

© Thorsten Eckert

Leppersdorf. Die Verwirrung um das geplante Homann-Werk in Leppersdorf hält an. Der Niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist davon überzeugt, dass der Feinkosthersteller an seinem Stammsitz bleibt. „Der Produktionsstandort Dissen scheint gerettet“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Nach zahlreichen intensiven Gesprächen mit der Geschäftsführung und einem Briefwechsel mit dem Chef der Homann-Muttergruppe Müller, Theo Müller, habe er „den ernsthaften Eindruck“, dass Müller an dem Produktionsstandort Dissen festhalten werden. Das schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung auf ihrer Internetseite. Althusmann erwartet voraussichtlich noch im Laufe des Monats die offizielle Entscheidung des Unternehmens. Der Politiker dankte allen Beteiligten, ausdrücklich nannte er dabei auch Firmenpatriarch Theo Müller.

Alexander Truhlar, Sprecher der Müller-Gruppe, dementiert dagegen, dass eine Entscheidung zu Homann gefallen ist. „Die Überprüfungsphase läuft noch. Wann sie beendet ist, kann niemand sagen. Es gibt weiterhin kein Datum, zu dem die Entscheidung fällt“, sagt er. Wenn es dazu kommt, werde erst die Belegschaft informiert und dann die Öffentlichkeit. Die Aussagen des Ministers will er nicht weiter kommentieren.

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Das Wirtschaftsministerium in Dresden hält sich bedeckt. „Wir stehen wie unsere Kollegen aus Niedersachsen mit der Unternehmensgruppe Theo Müller in engem Kontakt. Mit dem Unternehmen ist abgestimmt, vor der offiziellen Entscheidung der Müller-Gruppe keine Kommentare in dieser Sache abzugeben. Daran halten wir uns“, sagte Marco Henkel vom Sächsischen Wirtschaftsministerium.

Im Sommer 2017 hatte die Müller-Gruppe erklärt, die Konzerntochter Homann in Leppersdorf anzusiedeln. Ab 2020 soll am neuen Standort produziert werden. Die Werke in Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal werden geschlossen. In Leppersdorf investiert Müller rund 500 Millionen Euro. 800 Arbeitsplätze sollen im neuen Werk entstehen. (SZ/td)