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Politik

Lage an Hongkongs Airport beruhigt sich

Nach der Besetzung und Zusammenstößen zwischen Polizei und regierungskritischen Demonstranten landen in Hongkong wieder Flugzeuge.

Demonstranten verbarrikadieren sich im Terminal des Flughafens, um sich vor der Polizei zu schützen. © Vincent Thian/AP/dpa

Hongkong. Nach einer Besetzung und Zusammenstößen zwischen Polizei und regierungskritischen Demonstranten im Hongkonger Flughafen sind die meisten Aktivisten in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) nach Hause gegangen. Auch die Polizei zog sich weitgehend zurück. Auf dem Flughafen landeten wieder Flugzeuge, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete. 

Zuvor war es am Flughafen in Hongkong zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und den Demonstranten gekommen. Dutzende Polizeibeamte drangen am Dienstagabend mit Schlagstöcken, Helmen und Schilden ausgerüstet in den von tausenden Aktivisten besetzten Airport ein. Demonstranten begannen, Barrikaden an einer Eingangsrampe zu errichten. Kurz darauf zogen sich die Polizisten zunächst wieder zurück. Über Verletzte wurde bisher nichts bekannt.

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Tausende Anhänger der Protestbewegung hielten wie schon am Vortag die Ankunfts- und Abflughallen besetzt, weshalb der Flughafen den Betrieb einstellen musste.

In der Sieben-Millionen-Metropole kommt es seit mehr zwei Monaten immer wieder zu massiven Protesten, die regelmäßig mit Ausschreitungen enden. Auslöser der Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Die Proteste entwickelten sich zu einer breiteren Bewegung.

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 Viele der Demonstranten zeigten Bilder von Polizisten, die mit Schlagstöcken und Tränengas gegen sie vorgegangen waren.  © Vincent Thian/AP/dpa

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" als eigenes Territorium autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik genießen die Hongkonger das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Diese Rechte sehen viele nun in Gefahr.

Bundesaußenminister Heiko Maas äußerte sich besorgt. "Die Dinge eskalieren immer mehr. Deswegen kann man nur appellieren, dass sich alle Seiten zurücknehmen", sagte er bei einem Besuch in New York. "Wichtig wird für uns allerdings auch bleiben, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht beeinträchtigt wird." (dpa)

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