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Hopfen braucht tiefgründige Böden und viel Wasser

Die Scharfenberger Anlage kommt mit Regenwasser aus.

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© Udo Lemke

Der Echte Hopfen (Humulus lupulus) gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Zum Bierbrauen werden seine Dolden genannten Ähren verwendet. Hopfenpflanzen wachsen zwischen zehn und fünfzehn Zentimeter pro Tag.

„Der Hopfen wird nur auf gut mit Wasser versorgten Böden im Bereich Meißen angebaut. Ein Zusatzbedarf besteht nur in den Monaten Juli bis September, wenn die Blätter voll entwickelt sind. In Scharfenberg ist aber keine zusätzliche Bewässerung nötig. Sonst sind je nach Witterung etwa 100 mm im Monat erforderlich“, erklärte Thomas Freitag vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Der Hopfen stellt hohe Ansprüche an den Boden und die Wasserversorgung. Deshalb erfolgt der Anbau nur in Gebieten mit ausreichend Niederschlägen und tiefgründigen Böden (Löß/Lehm). Ein Teil der Hopfenfläche wird bei Bedarf, je nach Witterung, zusätzlich durch eigne Wasserversorgung beregnet. Nach dem Austrieb im Frühjahr werden aber nur zwei bis drei Ranken je Pflanze zur vollen Entwicklung gebracht. Im Juli hat der Hopfen die volle Höhe erreicht, und braucht mehr Wasser, wobei die Anlage in Scharfenberg „nicht an das öffentliche Netz angeschlossen ist und auch nicht den Grundwasserstand senkt“.

Die Hopfenernte hat in Sachsen am 26. August begonnen. Gut entwickelte Bestände und wenig Krankheiten lassen 2,1 Tonnen pro Hektar erwarten. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind im Elbe-Saale Hopfenverband vereint. (SZ/ul)