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Horror-Start bei der Rallye Dakar

Beim Prolog befinden sich nach einem Unfall zwei Zuschauer im kritischen Zustand. Wieder dreht sich alles um die Sicherheit.

© Reuters

Von Andreas Asen

Ein Horror-Crash mit Schwerverletzten und jede Menge ungeklärte Fragen: Die Rallye Dakar steht schon kurz nach dem Start ihrer 38. Ausgabe wieder am Pranger. Statt mit einem gelungenen Auftakt vor den Toren von Buenos Aires die zahlreichen Skeptiker eines Besseren zu belehren, bewahrheiteten sich bei dem seit Jahren umstrittenen Marathon-Spektakel schon nach wenigen Kilometern wieder schlimmste Befürchtungen.

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Am Sonnabend hatte die chinesische Dakar-Debütantin Guo Meiling beim kurzen und ungewöhnlich schnellen Prolog die Kontrolle über ihren Mini verloren und war in die Zuschauermenge gerast. Im Internet kursiert ein Amateurvideo, das die Sekunden vor dem Unfall zeigt. Dabei rast die 47-jährige Geschäftsfrau, die als erste Frau überhaupt aus dem Reich der Mitte die Rallye bestreitet, am Steuer des fast zwei Tonnen schweren Fahrzeugs auf die Kamera zu. Von einer Bodenwelle ausgehebelt, bricht der Wagen auf gerader Strecke plötzlich aus. Der Mini prallt auf zwei am Rande stehende Fahrzeuge, die direkt dahinter stehenden Zuschauer entgingen so womöglich dem sicheren Tod.

Bei dem Unfall erlitten zwei Zuschauer, ein 34-jähriger Mann und sein zehn Jahre alter Sohn, schwere Verletzungen. Sie wurden per Hubschrauber und Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, befanden sich am Sonntagvormittag aber nicht mehr in einem kritischen Zustand. Weitere Zuschauer, darunter auch eine schwangere Frau, erlitten leichte Verletzungen. Die ASO sprach von insgesamt zehn Verletzten, Medienberichten zufolge könnte es aber auch weitere Betroffene geben.

Für viele Fans und Fahrer gilt die Dakar als größtes Motorsport-Abenteuer überhaupt, Kritiker sehen das Spektakel dagegen als überflüssiges Himmelfahrtskommando für Hasardeure. In Südamerika erfreut sich die Marathon-Rallye größter Beliebtheit, schon zur Podiumsvorstellung in der Mittagshitze von Buenos Aires strömten am Sonnabend Tausende Fans

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Die erste Etappe wurde am Sonntag nach schweren Regenfällen wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Die 227-km-Strecke zwischen Rosario und Villa Carlos Paz in Argentinien sei nach Gewitterstürmen teils unbefahrbar. Ein Zusammenhang mit dem Prolog-Unfall bestehe nicht. (sid)