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Horst Mahler in Haft schwer erkrankt

Der 79-jährige Ex-RAF-Anwalt und spätere NPD-Funktionär ist mit einer schweren Sepsis aus der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel in ein Krankenhaus verlegt worden,

© dpa

Brandenburg/Havel. Der verurteilte Rechtsextremist und frühere Anwalt von Mitgliedern der linksextremistischen Roten Armee Fraktion (RAF), Horst Mahler, ist in der Haft schwer erkrankt.

Der 79-Jährige sei mit einer schweren Sepsis aus der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel in ein Krankenhaus verlegt worden, sagte Mahlers Tochter Wiebke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Märkischen Allgemeinen“. Die im Volksmund als Blutvergiftung bezeichnete Sepsis kann zum Versagen lebenswichtiger Organe und zum Tod führen.

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Nach Angaben des Brandenburger Justizministeriums verbrachte Mahler einige Zeit auf einer neurologischen Intensivstation. Mittlerweile wurde er in einen separaten Teil eines Städtischen Krankenhauses überstellt. „Meinem Vater geht es immer noch sehr schlecht“, sagte Wiebke Mahler. Die Familie bemüht sich um eine Haftverschonung.

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Früher war er Mitglied der RAF, inzwischen ist er als Rechtsextremist bekannt. Nach einer Haftstrafe wegen Volksverhetzung hat Mahler nun das Gefängnis verlassen.

Mahler verbüßt seit 2009 in Brandenburg/Havel eine zehnjährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts. Im August wird er zwei Drittel seiner Haftstrafe abgesessen haben. Der Rest könnte auf Bewährung ausgesetzt werden. Weil es sich um ein Urteil der bayerischen Justiz handele, müsse aber diese hierüber befinden, erklärte ein Sprecher des Brandenburger Justizministeriums. (dpa)