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Hortkinder fühlen sich verfolgt

Eltern, Schule und Polizei sind nun sehr wachsam. Und die Kinder doppelt vorsichtig.

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© dpa

Berggießhübel. Zwei Berggießhübler Schüler sind auf dem Weg vom Hort nach Hause verfolgt worden. Darüber informierte die Schul- und Hortleitung alle Eltern und die Polizei. Für die war der Hinweis eine sogenannte kriminalistische Information, die man sehr ernst genommen habe. In dem Fall erfüllen die Schilderungen der Kinder jedoch keinen Straftatbestand, teilt Pressesprecher Thomas Geithner mit. Die Polizei schickte zivile Kollegen in den betroffenen Bereich. Ein Mann mit der geschilderten Personenbeschreibung konnte jedoch nicht festgestellt werden. „Das Motiv des unbekannten Mannes ist vollkommen unklar.“ Die Schwierigkeit sei, dass man die Schilderungen der Kinder oftmals nicht einordnen kann.

Ein solcher Hinweis komme vor allem dann zum Tragen, wenn es mehrere derartige Hinweise mit einer ähnlichen Personenbeschreibung gebe. Damit können gegebenenfalls verschiedene Taten der gleichen Person zugeordnet werden. Im Fall der Berggießhübler Hortkinder gab es keine weiteren Anzeigen mit derartigen Beschreibungen und auch keine Erkenntnisse zu dem unbekannten Mann.

Dennoch ist der Hinweis an die Eltern richtig und wichtig. Sie können ihre Kinder noch einmal zu Aufmerksamkeit und Vorsicht ermahnen. Schul- und Hortleiterin haben deshalb die Eltern auch gebeten, vorbeugend mit ihren Kindern über dieses Thema zu sprechen. Auf jeden Fall ist es richtig, Vermutungen zu melden. So wie es die beiden Kinder getan haben. (SZ/sab)