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Hospizbegleiter lernen in Leisnig

Mit dem Kurs vor Ort bleiben Interessierten Wege erspart. Es werden noch Teilnehmer gesucht.

© Archiv/André Braun

Von Heike Heisig

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Leisnig. Für den 24. März haben Diana Fischer als Vorsitzende des Vereins Lebenszeit und Eiko Weber als Geschäftsführer der Hospiz Lebenzeit gGmbH die Einladungen zur Eröffnung des Hospizes am Hasenberg verschickt. Bis dahin müssen der Innenausbau und die Ausstattung abgeschlossen sein. Überdies geht es darum, weitere Ehrenamtliche zu gewinnen.

Deshalb startet am 12.  März in Leisnig und nicht wie zunächst geplant in Geringswalde ein nächster Kurs für ehrenamtlichen Hospizbegleiter. Auf diese Leute muss die gemeinnützige Gesellschaft bei der Personalplanung bauen. Denn nach derzeitiger Planung sind 19 feste Stellen drin, 16  Pflegefach- und drei -hilfskräfte. Darüber hinaus werden aber noch zwischen zehn und 15 weitere Helfer benötigt, um den Betrieb nicht nur abzusichern, sondern auch für alle entspannt und angenehm zu gestalten. Die Ehrenamtlichen sollen daher fester Bestandteil des Dienstplanes werden. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, die Bewohner in den noch anzulegenden Park zu begleiten, mit ihnen oder für sie Kuchen zu backen, mal aus der Tageszeitung oder einem Buch vorzulesen.

„Hospizhelfer kann jeder werden, der sich mit dem Thema Sterben auseinandersetzen will und Zeit hat, sich zu engagieren“, nennt Diana Fischer die zwei Voraussetzungen. Der Kurs umfasst 100 Stunden in Theorie und Praxis und soll den Einsatz gut vorbereiten. Für die theoretische Ausbildung werden anfangs noch die Räume des Vereins an der Chemnitzer Straße 18 genutzt. Praktisch soll es dann schon im Hospiz am Hasenberg zugehen.

Den Vorbereitungskurs wird Heike Andrä koordinieren. Sie ist später auch Ansprechpartnerin, wenn sich die Helfer über Erlebtes austauschen und sich weiterbilden wollen. Der Kurs soll nach den Worten der Vereinsvorsitzenden ebenfalls dazu dienen, herauszufinden, ob die Interessierten überhaupt damit klarkommen, mit Todkranken umzugehen. Manch einer traut sich das vielleicht zu, wird damit aber selbst zu stark belastet. Vier Ehrenamtliche haben den Kurs schon absolviert.

Den braucht nicht unbedingt, wer das Hospizprojekt und den Verein anderweitig unterstützen möchte. Das kann bei der Grünpflege sein oder der Dekoration des Hauses. Aber auch für Einsätze wie den auf dem Weihnachtsmarkt, um Geld in die Kassen „zu spülen“, werden Mitstreiter benötigt. (DA/sig)

Mehr über das gesamte Projekt, den Baustand und den Kurs für Hospizbegleiter erfahren Interessierte auch am Sonnabend ab 17 Uhr beim Winterfeuer am Hospiz, Hasenberg 9 sowie im Internet unter www.lebenszeit-ev.de oder www.hospiz-leisnig.de