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Alles für die private Unterwasserwelt

Die Hoyerswerdaer Aquarienfreunde organisieren wieder Zierfischbörsen in der Lausitzhalle.

Harald Wukasch tütet Wasserpflanzen für Käufer ein. Natürlich wird das Grün in seinem Element, eben H2O, transportiert – es soll ja wohlbehalten ankommen.
Harald Wukasch tütet Wasserpflanzen für Käufer ein. Natürlich wird das Grün in seinem Element, eben H2O, transportiert – es soll ja wohlbehalten ankommen. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Nach vielen Monaten Corona-Zwangspause konnte der Verein der Aquarienfreunde „aquarica“ Hoyerswerda e. V. in der Lausitzhalle wieder eine Zierfisch-, Wasserpflanzen- und Terrarientierbörse durchführen. Obwohl sich alle Teilnehmer an das genehmigte Hygienekonzept halten müssen, haben interessierte Aquarianer die Veranstaltung gut angenommen.

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Hatten den Einlass zur Zierfischbörse der Aquarianer in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle bestens im Griff beziehungsweise in der Pfote: Friedhelm Leimers und sein Hund Cindy.
Hatten den Einlass zur Zierfischbörse der Aquarianer in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle bestens im Griff beziehungsweise in der Pfote: Friedhelm Leimers und sein Hund Cindy. © Foto: Katrin Demczenko

Tipps gibt’s gratis

Endlich wieder schauen können, ob die Vereinsmitglieder Regenbogenfische oder Welsarten gezüchtet haben und welche Wasserpflanzen sie anbieten, freut sich Dr. Jörg Siegel. Er kommt gern zu den Börsen, weil hier jeder Einkauf mit Hinweisen zur artgerechten Haltung der Tiere verbunden ist. Vom Vereinsmitglied Christian Waßner hat er gelbliche Königstiger-Harnischwelse erworben und erfahren, dass diese über 25°C warmes Wasser brauchen und eine Tonröhre zum Verstecken lieben. „Ist alles vorhanden“, antwortet Dr. Jörg Siegel und geht mit seinen Fischen nach Hause.

Für den 16-jährigen Florian ist die Zierfischhaltung ein wichtiges Hobby, das er zu Hause mit seinen Eltern ausübt. In den fünf Aquarien der Familie tummeln sich Guppys, Skalare und Garnelen, erzählt er, und nun sollen Vallisneria-Pflanzen die Dekoration in den Becken ergänzen. „Wenn die Pflanzen wachsen, entstehen zarte Unterwasserwälder im Aquarium“, erklärt der Schüler aus Hoyerswerda. Er liebt die Ruhe und Entspannung, die er bei der Beobachtung seiner Fische verspürt.„Wir suchen junge Leute“, sagt der Vorsitzende des Vereins der Aquarienfreunde „aquarica“ Harald Wukasch und erklärt, dass der Einstieg in dieses Hobby durchaus in eine berufliche Tätigkeit münden kann. Der Zoofachhandel brauche schließlich immer versierte Verkäufer, die Ahnung von Tieren haben. Für den 61-jährigen Friedhelm Leimers wurde die Aquaristik, die er schon seit seiner Kindheit betreibt, nach vielen Jahren wirklich zum Beruf. Als junger Mensch hatte der Hoyerswerdaer zunächst im Gaskombinat Schwarze Pumpe gearbeitet, und 1992 wurde er, wie viele andere auch, entlassen. In den nächsten Jahren nahm er in der Lausitz jede Arbeit an, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Doch im Jahr 2005 ergab sich für ihn die Möglichkeit, beruflich in den Zoofachhandel einzusteigen. Ein Glücksfall – denn seitdem verkauft Friedhelm Leimers Zierfische und vermittelt seinen Käufern auch jene Kenntnisse, die er sich im Verein der Aquarienfreunde aneignet. Bei der Zierfischbörse am vergangenen Sonnabend hat er übrigens noch andere Talente ins Spiel gebracht – mit seinem großen (freundlichen!) Hund Cindy hat er den Einlass geregelt.

Nächste Börse am 7. November

Harald Wukasch ist froh, dass der Verein nach seiner Sommerpause ab September wieder Vorträge und Veranstaltungen in der Broilerbar im Wohnkomplex II durchführen kann. Am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats um 19.30 Uhr finden diese statt. Die nächste Zierfisch-, Wasserpflanzen- und Terrarientierbörse soll am 7. November, wieder ein Sonnabend, um 10 Uhr in der Lausitzhalle beginnen – wenn es die Corona-Pandemie zulässt.

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