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Altech richtet sich im Dock³ Lausitz ein

Im Gründerzentrum sind erste Flächen angemietet, der Aufbau einer Produktion geplant.

Das Gründerzentrum Dock³ Lausitz. im Industriepark Schwarze Pumpe
Das Gründerzentrum Dock³ Lausitz. im Industriepark Schwarze Pumpe © Foto: Mirko Kolodziej

Schwarze Pumpe. In Vorbereitung seines im Industriepark Schwarze Pumpe geplanten Engagements richtet sich das Unternehmen Altech für erste Aktivitäten vor Ort ein. Wie Uwe Ahrens, Vorstandsmitglied bei der Altech Advanced Materials AG, bestätigt, sind Büro- und Werkstattflächen im Gründer- und Gewerbezentrum Dock³ Lausitz an der Südstraße angemietet worden.

Die deutsche Tochter des australischen Konzerns Altech Chemicals will im Industriepark ein Werk zur Produktion von hochreinem Aluminiumoxid errichten und hat sich über einen Optionsvertrag auch schon die nötigen Flächen gesichert. Inzwischen geht es allerdings nicht mehr nur um das Pulver selbst, sondern auch um dessen Weiterverarbeitung.

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In einem Teil der Dock³-Halle sollen spezielle Materialien und Methoden getestet werden, mit denen Batterie-Anoden beschichtet werden können. „Das ist Hochtechnologie, der neueste Stand der Technik“, erklärt Uwe Ahrens. Altech hat schon im Februar wissen lassen, dass eine Vorstudie zum Bau einer Aluminiumoxid-Beschichtungsanlage für Batterie-Materialien angeschoben wird. Dies folge der Strategie, das hochreine Aluminiumoxid, das in Pumpe hergestellt werden soll, auch gleich in Spezialprodukten einzusetzen.

Die Idee ist, sich dem Phänomen des Verlustes an Speicherkapazität gleich beim ersten Laden einer Lithium-Ionen-Batterie zuzuwenden. Typischerweise, so Altech, gehen dabei gut acht Prozent der Lithium-Ionen verloren. Mittels Beschichtung der Anoden soll dieser Verlust reduziert oder sogar eliminiert werden. Die Innovation kann nach Angaben des Unternehmens die Energiedichte der Batterien erhöhen, damit ihre Lebensdauer verlängern und so die Gesamtleistung verbessern.

Im Dezember hat Altech erstmals die Technologie zur Beschichtung von Graphitpartikeln vorgestellt. Das Aluminiumoxid wird dabei mit winziger Dicke beziehungsweise Dünne aufgetragen. Die Rede ist von einer Schicht mit nur zwei Nanometern, also zwei Millionstel Millimetern Höhe.

Der Optionsvertrag, den Altech im Sommer vorigen Jahres mit der Gemeinde Spreetal und dem Industriepark-Management ausgehandelt hat, bezieht sich auf rund 14 Hektar Fläche gleich zwischen dem Dock³ und dem Südtor. Er läuft zunächst zwölf Monate, kann in gegenseitigem Einvernehmen aber auch um ein weiteres Jahr verlängert werden. (MiK)

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