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Aufzüge für Hoyerswerdas Bahnhof

Die Planer knobeln allerdings noch an einer Lösung für das recht hoch stehende Grundwasser.

Die Treppen behindern etwa Leute mit Rollatoren oder Kinderwagen.
Die Treppen behindern etwa Leute mit Rollatoren oder Kinderwagen. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Zu Monatsanfang hat der Bundestag ein sogenanntes Investitionsbeschleunigungsgesetz beschlossen, das Plan-Verfahren unter anderem dann vereinfacht, wenn es um den „barrierefreien Umbau von Betriebsanlagen einer Eisenbahngesellschaft“ geht. So, wie es aussieht, wird das dem Vorhaben, den Bahnsteigen an Hoyerswerdas Bahnhof einen barrierefreien Zugang zu verschaffen, wohl nicht nützen.

Das liegt offenkundig an der schieren Größe der beabsichtigten Maßnahme. Von der Bahn AG heißt es auf Anfrage dieser Zeitung, der vorgesehene Neubau des Personentunnels sei ein umfangreiches Projekt und wahrscheinlich auch weiterhin genehmigungspflichtig. Man gehe im Moment aufgrund der Projektinhalte davon aus, dass das Bauvorhaben durchaus beim Eisenbahn-Bundesamt zur Genehmigung eingereicht werden müsse: „Endgültig entscheidet sich das erst nach der finalen Varianten-Festlegung.“

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Das heißt: Wie versprochen haben die Planungen begonnen. Allerdings geht es damit sogar langsamer voran als zu Jahresanfang prognostiziert. Damals hieß es, man hoffe, die finale Genehmigungsplanung um den Jahreswechsel 20/21 ans Eisenbahn-Bundesamt schicken zu können. Wie nun mitgeteilt wird, hätten die Voruntersuchungen am Bahnhof neue Erkenntnisse gebracht. Dass sein Unterbau und mithin auch der Tunnel ein Feuchtigkeitsproblem haben, ist lange bekannt. Vor ein paar Jahren wurden als Gegenmaßnahmen schon der Fußboden der Unterführung angehoben und die Wände teilweise verkleidet. Nun hat man sich offenbar die Grundwasserverhältnisse etwas genauer angesehen. Ergebnis: Sie würden, heißt es, die Planer vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Diese bräuchten daher mehr Zeit: „Nach heutigem Stand wird die Planung für die Modernisierung und den stufenfreien Ausbau des Bahnhofs in der zweiten Jahreshälfte 2021 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht.“ Immerhin eines ist schon klar: Obwohl noch nicht feststeht, welche der erarbeiteten Varianten in die Realität umgesetzt werden wird, haben alle eine Gemeinsamkeit: Es wird Aufzüge geben.

Die grobe Zeitplanung der Bahn hatte zu Jahresanfang unter Berücksichtigung der Prüfung und Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt, die folgende Ausschreibung von Bauleistungen und schließlich der Bindung von Baufirmen einen Umsetzungsstart 2024 in Aussicht gestellt. Die jüngste Aussage dazu lautet, man gehe nach wie vor von einem Bauzeitraum zwischen 2024 und 2026 aus. Vor reichlich einem Jahr hatten die Bahn AG und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) eine Vereinbarung zur Modernisierung von insgesamt 25 Bahnhöfen bis zum Jahr 2025 unterschrieben. Für Hoyerswerda war damals von der Herstellung weitreichender Barrierefreiheit, stufenfreien Bahnsteigzugängen, einer Sanierung der beiden Bahnsteige und der Unterführung sowie von einer erneuerten Ausstattung die Rede.

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