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Aus kleinen Spenden werden Summen, die helfen

Dank der Unterstützung aus Hoyerswerda kann ein Junge aus Brieske weitere besondere Behandlungen erleben.

Anke Schwarz (rechts) und Luis freuen sich über die Spende der Dart-Mannschaft Bad Boiz und ihrer Unterstützer.
Anke Schwarz (rechts) und Luis freuen sich über die Spende der Dart-Mannschaft Bad Boiz und ihrer Unterstützer. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer Dart-Mannschaft Bad Boiz startet seit vielen Jahren erfolgreich bei Punktspielen in der Niederlausitz-Liga und ebenso bei verschiedenen Turnieren, erzählt ihr Mitglied Mirko Hartwig. Seit fast sechs Monaten kann das alles wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie nicht stattfinden, was ebenfalls das Training im Heim der Gartensparte „Neue Zeit“ im Wohnkomplex I betrifft.

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Seit zehn Jahren in Kontakt

Eine Aktion haben die Bad Boiz-Mitglieder und ihre Freunde aber während der Pandemie weitergeführt. Sie sind nämlich schon seit 2011 in engem Kontakt mit Familie Schwarz aus Brieske, deren Sohn Luis 2010 bei einem Badeunfall schwer verunglückt ist. Die Sportler interessieren sich für das Wohlergehen des mittlerweile zwölfjährigen Jungen und sammeln für ihn Spenden, berichtet Mirko Hartwig.

Von dem Geld bezahlen Luis’ Eltern dann teure Therapien, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Zu Punktspielen und Turnieren wird immer eine Spendenbüchse mitgenommen, damit recht viel Geld zusammenkommt. Die Mannschaftsmitglieder beteiligen sich auch und spenden. „Am schönsten war, als Luis gelächelt hat“, so Mirko Hartwig weiter. Das war, als Familie Schwarz die Dart-Mannschaft vor der Corona-Pandemie einmal besucht hat. Im letzten Jahr ist der Kontakt dann übers Internet gehalten worden, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Luis macht Fortschritte

Von den Spendengeldern sind in den letzten Jahren vier Delfintherapien in der Türkei und mehrere Adeli-Ganzkörperphysiotherapien in der Slowakei bezahlt worden, erzählt Luis’ Mutter, Anke Schwarz. Und das hat sich gelohnt. Ihr Sohn wendet heute seinen Kopf zu Menschen, die etwas sagen oder tun. Er verständigt sich aktiv mit Lautieren, Gestik sowie Mimik und kann in einem Buggy sitzen. Diese Voraussetzungen, die auch durch krankenkassenfinanzierte Therapien erreicht wurden, ermöglichen Luis mit Unterstützung eines Schulbegleiters die sechste Klasse der Förderschule „Hand in Hand“ in Senftenberg zu besuchen.

All diese kleinen Verbesserungen sind große Fortschritte für ein Kind, das sich noch vor einigen Jahren kaum selbst bewegen konnte. „Die Delfine helfen ihm beim Wachwerden, bei der Rückkehr in unsere Welt“, so Anke Schwarz. Sie möchte ihrem Sohn deshalb diese Therapie, die 6.500 Euro kostet, noch einmal ermöglichen. Von den Dart-Sportlern konnte die Familie erfreut etwa 3.000 Euro Spendengelder entgegennehmen. Für diese verlässliche Unterstützung, die ihre Familie seit vielen Jahren erfährt, kann Anke Schwarz im Namen ihres Sohnes einfach nur Danke sagen.

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