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Bernsdorf hofft auf Städtebauförderung

Im Idealfall soll der Eigenanteil mehr als das Dreifache an Investitionen ermöglichen – rund vier Millionen Euro.

© Foto. Uwe Schulz

Bernsdorf. Die Stadt Bernsdorf hat vor, im Zeitraum von 2021 bis 2028 massiv in einen begrenzten Bereich der Kernstadt zu investieren und dabei Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Im Idealfall sollen mit einem Eigenanteil von 1,253 Millionen Euro Maßnahmen im Umfang von rund vier Millionen Euro realisiert werden. Voraussetzung dafür ist ein Städtebauliches Entwicklungskonzept (Seko) namens „Entwicklungsgebiet Soziales Wohnen“ – und natürlich die Bewilligung der Förderung.

„Es gibt einige Millionen Euro, die der Freistaat zur Verfügung stellt. Ob es für alle Antragsteller reicht, ist nicht sicher“, ließ Bürgermeister Harry Habel (CDU) im Vorfeld der Entscheidung über das Seko in der jüngsten Sitzung des Stadtrates wissen. Das daraufhin beschlossene Konzept beinhaltet Maßnahmen für die weitere städtebauliche Entwicklung in einem festgelegten Fördergebiet. Dieses umfasst den Bereich Pestalozzistraße, Fritz-Kube-Ring, Albert-Schweitzer-Straße, Am Wirschk und Alte Schulstraße, darin eingeschlossen auch der Friedhof und angrenzende Flächen. Unter anderem geht es um die Entwicklung des Schulkomplexes, die Verbesserung der Infrastruktur sowie der Frei- und Grünflächensituation.

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„Bei der Erarbeitung des Seko stand der noch vorhandene Entwicklungsbedarf sowohl im Hinblick auf die Verbesserung der Gebäudesubstanz und Infrastruktur als auch bezüglich der Schaffung eines attraktiven Wohngebietes auch unter Berücksichtigung der sozialen Benachteiligung des Gebietes insgesamt im Fokus“, so die etwas sperrige Erläuterung zum Seko-Beschluss. Die von der Stadt beabsichtigten Investitionen verteilen sich auf unterschiedliche Bereiche.

Gemeinbedarfseinrichtungen

In dieser Position sind vier Maßnahmen gelistet. Es handelt sich um die Sanierung des Daches der Freien Oberschule, für die 180.000 Euro veranschlagt werden. Hinzu kommen die Sanierung des Außengeländes der Kita „Pfiffikus“ (40.000 Euro) und die Sanierung der Glockenstube der evangelischen Kirche (100.000 Euro). Die Sanierung des Bauhofes (150.000 Euro), so der Hinweis des Bürgermeisters, soll zeitlich weit nach hinten geschoben und nur realisiert werden, „wenn wir die Finanzkraft haben“.

Private Gebäude

Knapp 700.000 Euro sind in dieser Position für Fassadensanierungen vorgesehen. Auf die Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft entfallen davon 226.000 Euro. Immerhin 472.000 Euro betreffen weitere Großvermieter. Eigentümer von Privathäusern im Fördergebiet, so erfuhr Werner Grubert auf Nachfrage vom Bürgermeister, müssten sich an die Stadt wenden. „Es gibt auch Programme für privaten Wohnungsbau.“

Öffentliche Flächen

Für die Einfriedung und Aufwertung des Friedhofes der evangelischen Kirche sind 50.000 Euro vorgesehen. Am Fritz-Kube-Ring 3 bis 13 ist eine seniorengerechte Gestaltung der Außenanlagen (100.000 Euro) ins Auge gefasst. Der Pastor-Boedrich-Platz zwischen dem Zollhaus und der Freien Oberschule soll für 50.000 Euro hergerichtet werden. Noch unklar sind die Kosten für den geplanten Erwerb von Flächen gegenüber dem Friedhof, wo die Stadt gern Parkplätze errichten möchte.

Straßenbau

Hier ist der Investitionsbedarf besonders hoch. Das beginnt bei der Pestalozzistraße inklusive Trinkwasserleitung und teilweise Straßenbeleuchtung (1 Million Euro) und reicht über die Alte Schulstraße samt Beleuchtung (550.000 Euro) sowie die Straße Am Wirschk (300.000 Euro) bis hin zur Albert-Schweitzer-Straße (335.000 Euro) und Straßen-Abschnitten im Fritz-Kube-Ring (200.000 Euro). Für die erwähnten Parkplätze am Friedhof sind 250.000 Euro geplant.

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