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Busse sollen selbstständig unterwegs sein

Das soll Adele möglich machen.

Die Spezialisten der TU Dresden haben bereits in 3D eine Vermessung des VGH-Betriebshofes vorgenommen. Zu erkennen sind im Bild die
typischen Bushallen an der Straße B.
Die Spezialisten der TU Dresden haben bereits in 3D eine Vermessung des VGH-Betriebshofes vorgenommen. Zu erkennen sind im Bild die typischen Bushallen an der Straße B. © Quelle: TU Dresden

Hoyerswerda. Die früheren Kontakte des Chefs der städtischen Verkehrsgesellschaft, Stefan Löwe, hätten schon geholfen, sagt Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) über ein Vorhaben der VGH mit dem hübschen Namen Adele – „Automatisierung des Depotbetriebes mit Elektrobussen“. Löwe war, bevor er zur VGH kam, bei der VCDB VerkehrsConsult Dresden Berlin GmbH beschäftigt. Und diese ist bei dem Pilotprojekt ebenso im Boot wie die Universitäten Chemnitz und Dresden sowie die Verkehrsautomation Berlin GmbH. Laut einer Mitteilung ist Adele jetzt als Forschungsprojekt beim Bundeswirtschaftsministerium beantragt worden.

Es geht dabei um das selbstständige Fahren von Bussen – autonom, ohne eine Fahrerin oder einen Fahrer am Lenkrad. Zunächst soll das auf dem Betriebshof im Industriegelände getestet werden. „Fahrzeuge müssen geladen, gewaschen, gewartet und bei Bedarf repariert werden“, nennt die VGH Beispiele für autonome Fahrzeugbewegung. Allerdings hat das Unternehmen dabei durchaus schon den Stadtverkehr im Hinterkopf. Das gilt zwar nicht für die Hauptlinien. Aber man könne sich vorstellen, räumliche oder zeitliche Lücken im Netz mit dem Betrieb autarker Busse zu schließen. Noch freilich ist es solchen Fahrzeugen in Deutschland rechtlich gar nicht gestattet, einfach so am Straßenverkehr teilzunehmen.

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Aber auch auf dem Betriebshof an der Straße B dürfte es nicht so schnell gehen. Laut VGH wird das Ministerium die eingereichte Projektskizze nun erst einmal prüfen. Dann werde in Berlin über Fördergeld entschieden. Die Verkehrsgesellschaft rechnet damit, dass noch ein bis zwei Jahre ins Land gehen dürften.

Zum Einsatz kommen sollen unter anderem Kleinbusse, die die TU Dresden unter dem Begriff „Projekt Absolut“ für eine Teststrecke in Leipzig entwickelt hat. Das Institut für Automobiltechnik hat für Adele bereits das VGH-Gelände mittels 3-D-Lasern und einer Drohne vermessen lassen. So es grünes Licht aus Berlin gibt, ist die VGH sicher, werde das Ganze auf große nationale wie internationale Resonanz stoßen. Torsten Ruban-Zeh meint, der Betriebshof sei ideal. Dadurch, dass die Verkehrsbetriebe so stark geschrumpft sind, ist viel Platz. „In Dresden könnte man so etwas sicher nicht machen“, so der OB. (red/MiK)

Das Bild zeigt einen Bus, den die Dresdener im „Projekt Absolut“ für autonomes Fahren entwickelt haben.
Das Bild zeigt einen Bus, den die Dresdener im „Projekt Absolut“ für autonomes Fahren entwickelt haben. © Quelle: TU Dresden

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