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Die letzten Gerüste jetzt sind gefallen

Auf der Schulbaustelle am Laubuscher Markt hat der Endspurt begonnen.

Bauleiter Ralf Bogun gab den Stadträten, Gemeinderäten und Ortschaftsräten einen Überblick über den Stand der Baumaßnahmen an der Grundschule am Markt in Laubusch.
Bauleiter Ralf Bogun gab den Stadträten, Gemeinderäten und Ortschaftsräten einen Überblick über den Stand der Baumaßnahmen an der Grundschule am Markt in Laubusch. © Foto: Gernot Menzel

Laubusch. Ein knappes halbes Jahr vor dem Unterrichtsbeginn bekamen am Samstag Lautaer Stadträte und Elsterheider Gemeinderäte die Gelegenheit, sich auf der Baustelle der künftigen Grundschule am Laubuscher Markt umzusehen. Diese Schule werden in Zukunft Kinder aus Lauta und vor allem aus der Elsterheide besuchen.

„Es geht in die finale Phase“, meinte Bürgermeister Frank Lehmann, der sich auch von seinem Geburtstag nicht davon abhalten ließ, die zwei Rundgänge mit begrenzter Personenzahl zu begleiten. Als untrügliches Zeichen für den Baufortschritt nannte er die Schlussrechnungen der Firmen, die vermehrt im Rathaus eintrudeln. Nur noch wenige Aufträge sind zu vergeben, ergänzte Bauamtsleiterin Katrin Peter.

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„Die letzten Gerüste sind gefallen. Die Fassade ist jetzt rundum sichtbar. Das Dach ist fertig. Der Turm sieht besser aus als vorher“, meinte der mit dem Ergebnis sichtlich zufriedene Bauleiter Ralf Bogun von der Dresdener Firma BC Plan. Was noch fehlt, ist der Portikus, so sein Hinweis auf die noch bevorstehende Rekonstruktion des nicht mehr vorhandenen Balkons, der ursprünglich auf zwei Säulen über dem Vordereingang zur Schule ruhte und nun nach historischem Vorbild aus Stahlbeton-Fertigteilen wiederhergestellt werden soll.

Im Verlauf des eineinhalbstündigen Rundgangs bekamen die Besucher viel zu sehen und jede Menge Informationen. So erfuhren sie am Märchenbrunnen, dass nicht klar sei, ob eine Wandbemalung im Brunnenraum erfolgt. Das sei eine Frage der Finanzen, erklärte der Bürgermeister. Hier werde nach Fördermöglichkeiten gesucht. „Die restauratorische Untersuchung hat ergeben, dass der Altbestand nicht wieder herstellbar ist“, merkte der Planer an.

Dass sich die Stadt- und Gemeinderäte sehr aufmerksam umschauten, zeigte sich zum Beispiel im Speisehaus. Da fiel aber weniger auf, dass ein Fensterband durch Türen ersetzt wurde, die direkt auf eine Terrasse führen. „Die Küchenfrau wird sich vor allem über die Industriespülmaschine freuen“, ist sich Marlies Heinze sicher.

Während die Arbeiten im Dachgeschoss so gut wie erledigt und die im Ober- und Erdgeschoss weit gediehen sind, hängt das Untergeschoss dem Zeitplan hinterher, erklärte Ralf Bogun und verwies auf Corona. Die Putzfirma habe Ausfälle zu verzeichnen. So verzögern sich auch die nachfolgenden Gewerke. „Aus meiner Sicht ist das aber nicht kritisch“, beruhigte er.

Die Schule am Laubuscher Markt wird 2023 ihr 100-jähriges Bestehen feiern können. Wer so alte Gebäude saniert, muss auf Überraschungen gefasst sein. „Den größten Mehraufwand hatten wir im Dach“, ist von Ralf Bogun zu erfahren. Morsche Balken, Hausschwamm und Pilzbefall sorgten dafür, dass sich der Leistungsumfang der Zimmererarbeiten so gut wie verdoppelt hat. Bei der Erkundung im Vorfeld sei das nicht erkennbar gewesen, betont der Bauleiter. Auch erinnert er daran, dass „wir den Turm rausgehoben haben, um überhaupt sinnvoll sanieren zu können“. Damit habe keiner gerechnet. „Es hat sich aber gelohnt.“ Vom Turm aus bietet sich übrigens ein imposanter Blick über die Gartenstadt Erika.

Natürlich wurde am Rande des Rundgangs auch über Geld gesprochen. Lautas Bürgermeister geht davon aus, dass die Schulsanierung unterm Strich rund zehn Millionen Euro kosten wird. Das Gros sind Fördermittel. Für Lauta und die Elsterheide, die sich die Kosten teilen, rechnet er mit einem Eigenanteil von jeweils rund 1,3 Millionen Euro, die sich durch weitere Fördermittel noch mal verringern werden.

„Für zehn Millionen hätte man vielleicht auch einen Neubau hinbekommen“, gibt Andreas Weber zu bedenken, dessen CDU-Fraktion im Stadtrat dem Vorhaben sehr kritisch gegenübergestanden hat. „Dann hätte man aber das Problem mit dem alten Gebäude gehabt“, sieht er ein. Deshalb lautet sein Fazit: „Das ist gut angelegtes Geld.“ Das findet auch Frank Lehmann: „Wenn das hier fertig ist, haben wir ein starkes Ausrufezeichen gesetzt, gerade in einer Zeit, in der es oft nur Fragezeichen gibt.“

Zur Gestaltung der Außenanlagen, bei der noch reichlich zu tun ist, gehört auch dieser Abenteuerspielplatz.
Zur Gestaltung der Außenanlagen, bei der noch reichlich zu tun ist, gehört auch dieser Abenteuerspielplatz. © undefined
Bereits fertiggestellt ist der Schulsportplatz. Die Rasenfläche wurde durch einen modernen Tartan-Belag ersetzt.
Bereits fertiggestellt ist der Schulsportplatz. Die Rasenfläche wurde durch einen modernen Tartan-Belag ersetzt. © undefined
Ebenso wie auf den Außenanlagen ist auch im Untergeschoss der Schule noch reichlich zu tun. Fotos: Gernot Menzel
Ebenso wie auf den Außenanlagen ist auch im Untergeschoss der Schule noch reichlich zu tun. Fotos: Gernot Menzel © undefined

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