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Eine weitere Müllsammel-Aktion folgt

Hoyerswerdas Jugendstadtrat zieht eine gemischte Bilanz seines Herbstputzes.

Der Park am Bleichgässchen in der Altstadt war einer der Punkte, an dem man sich leere Müllsäcke holen und sie dann gefüllt zurückbringen konnte.
Der Park am Bleichgässchen in der Altstadt war einer der Punkte, an dem man sich leere Müllsäcke holen und sie dann gefüllt zurückbringen konnte. © Foto: Jugendstadtrat

Hoyerswerda. Die Sieger stehen fest. Am Donnerstag trafen sich die Mitglieder des Jugendstadtrates, um ihre Müllsammel-Aktion vom vorigen Wochenende auszuwerten. „Eigentlich lief es sehr gut“, sagt der 17-jährige Robin Schäfer. Zwar hätten die jungen Leute sich ein paar mehr Helfer durchaus gewünscht. Aber die etwa 70 Hoyerswerdaer, die am Sonnabend und am Sonntag dem Aufruf gefolgt waren, seien extrem fleißig gewesen. Sie füllten rund hundert Müllsäcke zu je 120 Litern.

Und da vorher Sponsoren für die fünf Sammler mit dem meisten Aufkommen einen Präsentkorb sowie Gutscheine lockergemacht hatten, führten die 16- bis 19-Jährigen an den am Sonnabend vier und am Sonntag noch zwei Abgabe-Stationen Strichlisten bezüglich des abgelieferten Müll-Volumens. Die Auswertung am Donnerstag ergab so die aktivsten Stadt-Putzer: Silvia Scheibe, eine Sammel-Gemeinschaft namens MiMaH, Steffi Meyer, Paula Noack sowie Anett Linke mit ihrem Nachwuchs.

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Geschont haben die Helfer sich nicht. Nicht nur leere Zigarettenschachteln und Getränkedosen sowie jede Menge Plaste-Abfälle wanderten in die Müllsäcke. Im Stadtgebiet lagen auch alte Kleidungsstücke herum. „Manches hat richtig gestunken“, sagt Robin Schäfer. Jemand barg am Rand des Gondelteichs einen rostigen Fahrradrahmen und es tauchte auch ein in Hakenkreuz-Form gebogenes Metallstück auf.

Eine vierköpfige Familie sammelte sowohl am Sonnabend wie auch am Sonntag und kam immer wieder mit dem Auto ins Stadtzentrum gefahren, um den aufgelesenen Unrat abzugeben und neue Müllsäcke zu holen. Während die beiden Sammelpunkte im LebensRäume-Familienpark sowie im Park am Bleichgässchen gut frequentiert waren, kann man das von der Fläche vor „Kraft und Figur“ im WK I sowie vom Busbahnhof hinterm Hochhaus am Knie nicht sagen. Daher wurden diese beiden Plätze für den Sonntag auch gestrichen. Die Standortfrage werde man noch einmal überdenken müssen, sagt Robin Schäfer. Denn am Donnerstag ist für den kommenden Frühling eine zweite Müllsammel-Aktion beschlossen worden.

Mit Termin und Orten wollen die Jugendstadträte dann auch etwas eher an die Öffentlichkeit gehen als dieses Mal. Ein weiterer Punkt zum Nachdenken ist laut Robin Schäfer die Attraktivität der Sammel-Prämien: „Und ich glaube, wir brauchen ein paar Bratwürste weniger.“ Denn für die Sammler gab es Gutscheine zwecks Verköstigung im Familienpark. Auch diese war nur durch Sponsoring möglich.

Dass der städtische Bauhof die Müllsäcke erst am Montag abholte, hatte zuvor bei den Jugendlichen doch etwas Bauchschmerzen verursacht. Vereinzelte Spielverderber sind ja leider keine Seltenheit. Allerdings machte sich, anders als befürchtet, über Nacht niemand an den Haufen zu schaffen. Die Stadt blieb sauber - erstmal.

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