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Ferienhaussiedlung am Dreiweiberner See in den Startlöchern

„Urlaub im eigenen Land ist stark im Kommen“, sagt Investor Dr. André Jakubetz und will noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen.

Auf der Freifläche zwischen dem Netto-Markt und der Pyramide am Südufer des Dreiweiberner Sees soll bis 2023 eine Feriensiedlung gebaut werden.
Auf der Freifläche zwischen dem Netto-Markt und der Pyramide am Südufer des Dreiweiberner Sees soll bis 2023 eine Feriensiedlung gebaut werden. © Foto: Andreas Kirschke

Von Andreas Kirschke

Lohsa. Von 2008 bis 2012 entstand die Jakubzburg im Lohsaer Ortsteil Mortka. Im Mai 2014 öffnete mit der Glaspyramide am Südufer des Dreiweiberner Sees eine weitere Attraktion in der Gemeinde Lohsa. Das Restaurant mit dazugehörigem Spielplatz soll Badegäste, Radwanderer und Tagestouristen zugleich erfreuen. Zahnarzt Dr. André Jakubetz aus Mortka, Investor beider Bauwerke, plant südlich der Pyramide die Errichtung einer Feriensiedlung. TAGEBLATT sprach mit ihm über das Projekt.

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Herr Dr. Jakubetz, was genau planen Sie an der Pyramide?

Entstehen soll ein Urlauberdorf mit neun Ferienhäusern. Separat entsteht eine öffentliche Toiletten-Anlage. Der vorhandene Parkplatz an der Pyramide wird um 35 Stellflächen erweitert.

Welche Art von Ferienhäuser soll entstehen?

Geplant sind massive Fertighäuser aus Beton. Sie sollen sich für den Familienurlaub mit Kindern eignen, ebenso für Paare und Gruppen. Mit modernem Standard, barrierefrei, familienfreundlich, kinderfreundlich und seniorenfreundlich sollen die Ferienhäuser entstehen. Das Wichtigste: Es soll moderate, bezahlbare Preise geben.

Was motiviert Sie zu diesem Vorhaben?

Urlaub im eigenen Land ist stark im Kommen. Das zeigt uns die jüngste Entwicklung. Das Lausitzer Seenland kann daran teilhaben. Der Bedarf für Tourismus und Urlaub am Wasser ist gegeben. Mit der Feriensiedlung sollen die Gemeinde Lohsa und das Lausitzer Seenland touristisch aufgewertet werden. Unweit davon entsteht durch Maik Herzog im Alten Bahnhof Lohsa eine Gaststätte mit Pension. Somit ergibt sich ein Gesamt-Ensemble von Gaststätte & Pension, Netto-Markt, Feriensiedlung, Parkplatz, Glas-Pyramide und Südstrand am Dreiweiberner See. Der Platz zwischen Pyramide und Netto-Markt soll sinnvoll für die Feriensiedlung genutzt und erschlossen werden. Die Gemeinde Lohsa ist Eigentümer dieser Fläche. Ich bin Pächter.

Wie ist der aktuelle Sachstand?

Das Genehmigungsverfahren ist abgeschlossen. Im Laufe des Verfahrens wurden alle wichtigen Träger öffentlicher und privater Belange – vom Umweltschutz über die Forstwirtschaft bis zu EnviaM – gehört. Die Baugenehmigung durch das Landratsamt Bautzen liegt seit einigen Wochen vor. Die Gemeinde Lohsa ihrerseits hat den Bebauungsplan an der Pyramide erweitert. Der Gemeinderat hat die Änderungen im Bebauungsplan befürwortet. Demnächst will ich das Vorhaben noch im Technischen Ausschuss vorstellen.

Wie viel kostet die geplante Investition? Wie wird sie finanziert?

Die genaue Investitionssumme steht noch nicht fest. Derzeit prüfe ich Möglichkeiten der Förderung. Dazu bin ich vor allem mit der Sächsischen Aufbaubank im Gespräch. Fakt ist: Es wird nur mit Eigenmitteln und mit einer starken Förderung gehen.

Wie steht die Gemeinde Lohsa zum Vorhaben?

Sie ermutigt und unterstützt mich bei diesem Vorhaben. Der Gemeinde geht es um die weitere Entwicklung am Dreiweiberner See. Außer dem Knappensee, dem Silbersee und dem Scheibe-See hat dieses Gewässer großes touristisches Potenzial. Das gilt es, für die Zukunft zu nutzen. Die Gemeinde Lohsa hat mir immer wieder signalisiert: Sie will und braucht die weitere Erschließung am Dreiweiberner See.

Zahnarzt Dr. André Jakubetz ist für exklusive Bauprojekte bekannt. Die Burg Mortka und die Pyramide am Dreiweiberner See sind solche.
Zahnarzt Dr. André Jakubetz ist für exklusive Bauprojekte bekannt. Die Burg Mortka und die Pyramide am Dreiweiberner See sind solche. © Foto: Andreas Kirschke

Wie ist der Zeitplan?

Wir wollen definitiv 2021 beginnen. Dabei geht es um die Erschließung mit den wichtigsten Medien. 2022 soll gebaut werden. 2023 sollen die ersten Gäste kommen.

Gab und gibt es besondere Herausforderungen bei diesem Projekt?

Ja. Bekanntlich verläuft ja eine Überland-Stromleitung der EnviaM im Bereich der Pyramide am Südufer des Dreiweiberner Sees. Mit dem Unternehmen gab es intensive Abstimmungen, geht es doch um die Sicherheit der Einwohner, Urlauber und Tagesgäste. Die Feriensiedlung tangiert den Sicherheitskegel der Überlandleitung. Nach grundlegender Einschätzung der Genehmigungsbehörden ist die Feriensiedlung an dem besagten Standort aber möglich. Auch Statik und Baugrund sind für die Feriensiedlung geeignet.

Eine Feriensiedlung als ruhige Anlage und ein öffentlicher belebter Bereich an der Pyramide. Passt das zusammen?

Berechtigte Frage. Die Feriensiedlung wird keine „Durchgangssiedlung“ sein, sondern etwas separat liegen. Eine Schranken-Anlage soll die Ein- und Ausfahrt regulieren. Das gesamte Gelände wird eingezäunt sein. Ziel ist, dass auch Wachschutz mit vor Ort ist. Das beugt Vandalismus und Zerstörungswut am Dreiweiberner See vor.

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