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Frank Lehmann sieht seine persönliche Verantwortung für die Stadt Lauta

Der Amtsinhaber hat wertvolle Erfahrungen als Rathaus-Chef gesammelt. Und er will mehr.

Frank Lehmann ist 43 Jahre alt und verheiratet. Seit 2015 bekleidet er das Amt des Bürgermeisters der Stadt Lauta. Entspannung findet er bei der Gartenarbeit auf dem heimischen Grundstück.
Frank Lehmann ist 43 Jahre alt und verheiratet. Seit 2015 bekleidet er das Amt des Bürgermeisters der Stadt Lauta. Entspannung findet er bei der Gartenarbeit auf dem heimischen Grundstück. © Foto: Ralf Grunert

Lauta. Ein Trio wird sich nach dem momentanen Stand der Dinge bei der Wahl am 20. März 2022 für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Lauta bewerben. Darunter ist neben Martin Koppein und Thomas Matelicz auch Amtsinhaber Frank Lehmann.

„Ich möchte begonnene Projekte weiterführen und nicht auf einem Silbertablett an einen Nachfolger weiterreichen, damit dieser die Lorbeeren erntet“, nennt der 43-Jährige ein Motiv für die Entscheidung, wieder anzutreten. „Vor allem aber sehe ich eine persönliche Verantwortung meiner Stadt gegenüber. Ich würde mich über die Chance freuen, mich weiter bewähren zu können.“ Er habe in seiner bisherigen Amtszeit wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ihm dabei helfen würden. Zurückblickend schätzt er ein, mit teilweise idealistischen Vorstellungen das Amt angetreten zu haben. „Das merkt man aber erst, wenn man in Verantwortung steht, wenn einen die Realität einholt.“ Das spiegelt sich auch im Erfüllungsstand seines 10-Punkte-Programms, mit dem er sich 2015 zur Bürgermeisterwahl gestellt hat, wider.

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So hat es zum Beispiel mit der Schaffung eines Gestaltungsgremiums nicht geklappt. Auf Krampf sollte das nicht geschehen. „Aber der Prozess der Bürgerbeteiligung ist sehr mühevoll. Das sieht man beim Projekt «Lausitzer Gartenstadt 2030» in Laubusch.“ Die überarbeitete Homepage der Stadt und sein Vorwort im Stadtanzeiger werden aber wahrgenommen. Auch die Arbeit der Ortschaftsräte nehme er sehr ernst. Diese fördert er zudem persönlich, indem er seit seinem Amtsantritt jährlich einen Euro pro Einwohner in den Ortsteilen spendet. Das Geld steht den Ortschafträten zur freien Verfügung. Seinen Bürgermeisterfonds verwendet er vorrangig für die Kernstadt und Lauta-Dorf. „Das behalte ich auch weiter bei, so ich gewählt werde.“

Als „größte Niederlage“ bezeichnet er die Schließung des Laubuscher Freibades. Hier sei sein Rettungsplan nicht aufgegangen. Glücklich ist er dagegen, dass es ihm gelungen ist, die Gemeinde Elsterheide bei der Sanierung der Grundschule Laubusch mit ins Boot zu holen. Lauta und die Elsterheide teilen sich die Kosten je zur Hälfte. Die Aufwertung des Bahnhaltepunktes soll im 2. Halbjahr 2024 erfolgen. Auch hier hat er maßgebliche Weichen mitgestellt. Nicht geklappt hat es dagegen mit der Etablierung einer kleinen Stadtlinie zur Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt. „Es gab sogar schon einen Fahrplanentwurf.“ Letztlich scheiterte es an den Förderbedingungen des Bundes. Jede Menge Investitionen erfolgten in Lehmanns Amtszeit in Kitas, Schulen und Spielplätze. Bei Straßen geht es nur langsam voran. Das liege an fehlenden Fördermitteln. Radwege hat die Stadt nicht in der Hand, hier ist der Kreis gefragt. Auch beim Traumannbau hat die Stadt keinen Einfluss. Den Abriss würde der Bürgermeister gern noch in der laufenden Amtszeit sehen. Als Nachnutzung der Fläche ist eine Photovoltaik-Anlage im Gespräch.

Frank Lehmann hat großen Respekt vor Bürgermeistern in der dritten, vierten Amtszeit. „Diese haben einen Fundus Erfahrungen. Dafür braucht man aber Zeit“, weiß er. Zeit auch, um Projekte weiterzuführen. Welche? Sein Wahlprogramm wird er nach der Sommerpause vorstellen.

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