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Gegen das Bienensterben

Über hundert Pflanzen und ein neues Insektenhotel sollen einen Park zur Bienenwiese machen.

Im Adam-und-Eva-Park wurde fleißig gepflanzt und an Insektenhotels gebaut.
Im Adam-und-Eva-Park wurde fleißig gepflanzt und an Insektenhotels gebaut. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Drei Bäume, sechs Sträucher und außen herum Rosen. So sah ein Plan die Bepflanzung von kreisrunden Flächen auf der Grünfläche zwischen Südstraße und Albert-Schweitzer-Straße vor. In den Adam-und-Eva-Park war am Samstag zu einer Pflanzaktion eingeladen worden. Anlass war der Weltbienentag zwei Tage zuvor. Die Idee stammt mittlerweile aus dem vergangenen Jahr, wie Julia Kieschnick als Organisatorin und Projektleiterin der „Bürgerwiesen“ erklärt. So wurden gleich zwei Bürgerprojekte zusammengebracht, denn die Initiative Mitmachstadt Hoyerswerda war ein Partner, hat mit „Eine Stadt pflanzt“ schon verschiedene ähnliche Aktionen durchgeführt. Die Fläche im WK V wurde durch den Eigentümer, die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, für die Bienenwiese zur Verfügung gestellt. „Hier ist schon ein Stück Natur vorhanden, und wir wollen das weiter bereichern“, sagt WH-Geschäftsführer Steffen Markgraf. Gemeinsam mit Michael Renner überreichte er der KulturFabrik eine Spende in Höhe von 500 Euro. Die Vertreter der Lions-Clubs Hoyerswerda haben „ein Herz für soziale und grüne Projekte“, wie sie sagen.

Gegen eine Spende konnte jeder an diesem Nachmittag eine der etwa 150 Pflanzen der Baumschule Kmetsch erwerben und vor Ort in die Erde bringen. Manch einer brachte seine eigene Ausrüstung, wie Spaten, Harke und Handschuhe mit. Nach gut zwei Stunden haben alle Bäume und Sträucher ihren Platz gefunden. Unter der Leitung des Zoos Hoyerswerda wurde aus Holzpaletten, Bambus, Schilf, Lehm und Ziegelsteinen ein Insektenhotel angelegt.

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Der SC Hoyerswerda war mit dem SC-Bär als Maskottchen vertreten und hat die über sieben Wochen online gesammelten Frühlingskilometer (15.834,57 km) den Bienen gewidmet. Sandra Weller meint, dass der Breitensport für Vielfalt steht. Darin sieht sie eine schöne Gemeinsamkeit. „Wir möchten auch etwas für die Umwelt tun.“

Zu der als Umwelt-Demonstration angemeldeten Veranstaltung kamen etwa hundert Menschen. Am Wegesrand standen daher einige Plakate. „Hier summt’s bald“ war da unter anderem zu lesen.

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