Hoyerswerda
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Glückwunsch an einen agilen Alleskönner

Lothar Löser feiert heute in Laubusch 85. Geburtstag. Er ist im Sport immer noch als Aktiver gefragt, auch als Mechaniker und Organisator.

Von Uwe Jordan
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Lothar Löser mit dem Pokal seines ersten „West“-Altherren-Turniers 1988 in Arheilgen.
Lothar Löser mit dem Pokal seines ersten „West“-Altherren-Turniers 1988 in Arheilgen. © Archivfoto: Ralf Grunert

Laubusch. Lothar Löser ist von frühester Jugend an für Sport in vielfältigster Art begeistert. Kegeln, Tischtennis, Boxen ... all das hat er als junger Bursche ausprobiert. Bis er seine große Liebe fand: Radball. Der/dem ist er bis heute treu geblieben – und einer zweiten Liebe ebenso – dem Fußball.

Nicht nur als Sportgerät faszinieren ihn (Fahr-)Räder: In den 1960er-Jahren hat er sich mit Fahrradreparaturen ein Taschengeld nebenbei verdient; später pflegte er die Wettkampfräder der Laubuscher, später Lautaer Sportler. Heute bewahrt er in seiner Werkstatt in der Laubuscher Parkstraße Drahtesel vor der Verschrottung, vor allem Fahrräder aus DDR-Produktion.

Kalt und heiß

Aber zum Sportlichen: Als Zwölfjähriger saß er erstmals auf einem Wettkampfrad. Viele Geschicht(ch)en gibt es zu Lothar Lösers Radball-Karriere. Einfach aufs Rad steigen und los? Vergiss es. Selbst talentierte Radfahrer brauchen etwa zwei Jahre, bis sie die hohe Kunst des Radballs wettkampftauglich beherrschen. Er ließ sich von den Mühen des Anfangs nicht entmutigen, sprang noch als Jugendlicher im bitterkalten Februar 1957 bei den Männern ein – im 30 Kilometer entfernten Freienhufen. „Wir fuhren mit dem Motorrad, ich im Seitenwagen. Unsere Fahrräder hatten wir auf dem Rücken. Als wir endlich ankamen, war ich ein einziger Eisklumpen ...“„Heiß“ wurde es hingegen bei einem Turnier in den 1980er-Jahren in Liberec. Dort wurde er von westdeutschen Athleten nach Darmstadt eingeladen. Er bekam tatsächlich von den DDR-Behörden die „West-Reise“ genehmigt, hat sein Spezialrad in Einzelteile zerlegt und per Post vorausgeschickt. „Zum Glück ist alles angekommen, denn mit einem anderen Fahrrad kannst du nicht spielen.“ Auf einen anderen Partner kann er sich dagegen schnell einstellen – und das Duo gewinnt das Turnier.

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Großkoschen und Laubusch grüßen

Obgleich die Zeit der großen Wettkämpfe ein bisschen zurückliegt: Er selbst spielt nach wie vor noch regelmäßig bei den Radballern in Großkoschen sowie in der Spielunion in Sachsen – und Fußball-Tennis in der Laubuscher Sporthalle. Den Glückwünschen der Sportkameraden aus Großkoschen und Laubusch an Lothar Löser zum 85. schließt sich TAGEBLATT an! (JJ)