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Hoyerswerda ist halb Deutschland

Zur Sportakrobatik-WM treten drei hiesige Formationen an.

Von Uwe Jordan
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Bei der Verabschiedung der Hoyerswerdaer Delegation der Sportakrobaten zur WM 2022 in Baku zeigte das Septett sein strahlendstes Lächeln: Tara Engler, Tia Gazsi, Liora Ebnet, Alexander Minevskiy, Josie Jando, Henriette Gille und Greta Drost.
Bei der Verabschiedung der Hoyerswerdaer Delegation der Sportakrobaten zur WM 2022 in Baku zeigte das Septett sein strahlendstes Lächeln: Tara Engler, Tia Gazsi, Liora Ebnet, Alexander Minevskiy, Josie Jando, Henriette Gille und Greta Drost. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Wenn die halbe Nationalmannschaft einer Sparte aus einem Club kommt, tippt man normalerweise auf Ballsportarten. Da ist ja Teamwork, Eingespielt-Sein, ein großer Vorteil für das effektive Funktionieren. Ist es allerdings eine Sportart, bei der zwar auch kleine Gruppen agieren, aber doch jede für sich, ist das schon eine Seltenheit. Erst recht, wenn diese Nationalmannschaft zu einer Weltmeisterschaft fährt und dort keineswegs die Absicht hat, „nur“ dem olympischen Geist, dem Dabeisein-ist-Alles, ihre Reverenz zu erweisen, sondern durchaus in den Finals vertreten sein möchte. So ist es mit den Sportakrobatik-Junioren des SC Hoyerswerda, die in der nächsten Woche von Donnerstag bis Sonntag die Welttitelkämpfe in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku bestreiten werden. Gestern wurden sie in ihrer Trainingsstätte, der Kleinen Halle des Léon-Foucault-Gymnasiums, offiziell auf die (Flug-) Reise verabschiedet, die am Sonntag in Dresden beginnt und über Frankfurt (Main) nach Asien führt. Hoyerswerdas (Sport-) Bürgermeister Mirko Pink überbrachte die Team-Jacken und wünschte dem Hoyerswerdaer Septett samt Trainer Sergej Jeriomkin viel Erfolg. Das Damenpaar Josie Jando / Liora Ebnet (Letztere stammt aus Kamenz), die Damengruppe Henriette Gille / Tia Gazsi / Tara Engler und das Mixed-Paar Alexander Minevskiy / Greta Drost sind freilich keine Titelfavoriten. Trainer Sergej Jeriomkin brachte es anschaulich auf den Punkt: Es sei ähnlich wie beim Eishockey, wo die Top-Nationen bei Titelkämpfen gewissermaßen gesetzt seien und die anderen sehen müssten, in diesen erlauchten Kreis vorzustoßen. In der Sportakrobatik, bei denen in den Weltmeisterschaftsfinals acht Bewerber agieren können, sei das eben das „Sextett“ Russland, China, Weißrussland, Israel, Litauen und Belgien, an dem kein Weg vorbeiführe. Aber da sind ja noch zwei Finalplätze zu vergeben! Einen davon wollen die Deutschen (meint: die Hoyerswerdaer) sich in den Vor-Qualifikationen sichern. Und steht man erst einmal im Endkampf, ist vielleicht eine Überraschung drin.

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