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Hoyerswerda: Seniorenfreundliche Stadt

Das Fachmagazin „Kommunal“ hat 585 deutsche Mittelstädte untersucht.

In Hoyerswerda leben überdurchschnittlich viele Senioren. Und die Stadt zählt tatsächlich zu den seniorenfreundlichsten Städten Deutschlands.
In Hoyerswerda leben überdurchschnittlich viele Senioren. Und die Stadt zählt tatsächlich zu den seniorenfreundlichsten Städten Deutschlands. © Foto: Archiv/Schulz

Hoyerswerda. Die zweitgrößte Stadt des Landkreises Bautzen weist nicht nur einen vergleichsweisen hohen Altersdurchschnitt auf. Hier können Senioren offenbar auch besonders gut wohnen. Laut einer frisch vorgelegten Studie ist Hoyerswerda eine der seniorenfreundlichsten Städte Sachsens.

Das unter Mitwirkung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes herausgegebene Fachmagazin „Kommunal“ hat für ein deutschlandweites Ranking rund 600 Städte auf ihre Seniorenfreundlichkeit hin untersucht und nun unter dem Titel „Das ist Deutschlands Seniorenparadies“ veröffentlicht. Unter den Top 50 ist Sachsen darin eh überdurchschnittlich vertreten – aus dem Landkreis Bautzen sind Bautzen und Hoyerswerda dabei, aus dem Kreis Görlitz die Stadt Zittau. Bautzen belegt Platz 15, Zittau Platz 36 und Hoyerswerda Platz 38. Beste sächsische Platzierung und damit auch beste ostdeutsche hat die Stadt Radebeul auf Gesamtplatz 12. Zum Vergleich: Aus dem südlichen Brandenburg landet Spremberg hingegen auf Platz 124, Senftenberg auf Rang 157. Die Lage am See spielte keine Rolle.

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Untersucht wurden 585 deutsche Mittelstädte. Laut dieser Studie ist Sachsen ohnehin Seniors Liebling. 73 Prozent der untersuchten Mittelstädte stuft die Studie hier als Seniorenparadies ein. Der deutschlandweite Topwert vor Thüringen (68), Mecklenburg-Vorpommern (57) und Bayern (46). Eines der Hauptkriterien für die Seniorenfreundlichkeit sind die Lebenshaltungskosten, insbesondere die Wohnkosten. Teure Mieten können sich viele nicht leisten, „weshalb die regionalen Wohnkosten die Lebensqualität massiv beeinflussen können“, so die Studie. Herangezogen wurden zur Ermittlung der Wohnkosten die jeweiligen Baulandpreise.

Darüber hinaus sei das Wohnumfeld wichtig. „Ein Hinweis darauf, dass eine Stadt seniorenfreundlich ist, ist der Anteil der älteren Menschen in einer Stadt. Leben viele Rentner in einer Stadt, so ist davon auszugehen, dass sich eine Stadt gut auf die Bedürfnisse der älteren Menschen eingestellt hat“, schreibt die Studie. Nun, an diesem Punkt eilt Hoyerswerda vielen Kommunen natürlich rein von der Zahl der Senioren her schon voraus.

Entscheidend für die Seniorenfreundlichkeit ist laut der Studie auch die soziale Infrastruktur. Wo es etwa viele Geschäfte, Cafès und Restaurants gebe, hätten auch Senioren bessere Möglichkeiten zum sozialen Austausch. „Soziale Bindungen haben maßgeblichen Einfluss darauf, wie zufrieden Menschen sind“, heißt es in der Studie. Die Anzahl der Beschäftigten in den Bereichen Gastronomie und Einzelhandel seien deshalb ein Indikator für eine Vielfalt der Angebote vor Ort.

Da Senioren oft auch eingeschränkt mobil sowie auf Betreuung angewiesen sind, gilt die Anzahl der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in den Heimen als Hinweis darauf, wie stark dieser Bereich in der jeweiligen Kommune ausgebaut ist. Im Gesundheits- und Sozialwesen und außerdem im Kunst- und Kultursektor liegt die Zahl der Beschäftigten in Hoyerswerda deutlich über dem Schnitt der untersuchten Kommunen. (mva/US)

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