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Hoyerswerda

Jugendförderpreis geht nach Seidewinkel

Die Jury hat getagt: Das sind die schönsten sorbischen Ostereier der Kinder und Jugendlichen im Jahr 2021.

Mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnete Ostereier in Wachsbatik-, Kratz- und Bossiertechnik. Die Gewinnerin ist Elea Kasper aus Seidewinkel. .
Mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnete Ostereier in Wachsbatik-, Kratz- und Bossiertechnik. Die Gewinnerin ist Elea Kasper aus Seidewinkel. . © Foto: Theresia Krüger

Bautzen/Hoyerswerda. Die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs der Kinder und Jugendlichen um das schönste sorbische Osterei stehen fest. Nach Informationen der Verantwortlichen des Förderkreises für sorbische Volkskultur, Veronika Suchy, wurden 48 Kollektionen für den Wettbewerb eingereicht, das sind damit sieben mehr als im Vorjahr. Außerdem haben sich neun Klassen mit 188 Schülern der Krabat-Grundschule Wittichenau beteiligt. Sie erhielten Anerkennungspreise in Höhe von zwei Euro je Schüler.

Bis zum 7. April konnten die kleinen Kunstwerke – je Kollektion zwei sauber ausgeblasene Hühnereier – eingereicht werden. Die Teilnahme mit mehreren Techniken war möglich. Prämiert wurden dabei die vier sorbischen Verzier-Techniken mit traditionellen Mustern und mit traditionellem Handwerkszeug gefertigt: die Wachsbatiktechnik (ein- und mehrfarbig), die Bossiertechnik (ein- und mehrfarbig), die Kratztechnik und die Ätztechnik. In jeder Technik werden drei Preise vergeben, die die Stiftung für das sorbische Volk fördert.

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Auch beim Wettbewerb der Kinder und Jugendlichen entscheidet eine fachkundige Jury, wobei sie hier nach Altersklassen urteilt. Im Saal des Hauses der Sorben in Bautzen hat die Jury nun über die ersten Plätze entschieden. Beteiligt waren Helena Pallmann vom Förderkreis für sorbische Volkskultur e.V. und Monika Oschika vom Sorbischen Museum Bautzen.

Die Wettbewerbsteilnehmer kommen aus der ganzen Lausitz, aber auch aus Berlin, Jena und Hessen. Sogar Vierjährige haben verzierte Ostereier eingereicht, die ältesten Teilnehmer sind 23 Jahre alt. Alle Altersgruppen sind vertreten, am meisten 4- bis 6- sowie 9- bis 10-Jährige.Hauptsächlich wurden Wachsbatiktechnik und Bossiertechnik angewandt, aber auch die Kratztechnik, dabei war der jüngste Teilnehmer 11 Jahre. Die Ätztechnik fehlt dieses Jahr. Die Mehrheit der Teilnehmer hat traditionelle Muster verwendet. Der Förderkreis freut sich, dass sich trotz der besonderen Umstände so viele Kinder und Jugendliche beteiligt und in den Familien diesen traditionsreichen Brauch gepflegt haben.

Die Gewinner bekommen Urkunde und Preisgeld, gestaffelt je nach Alter von 5 bis 25 Euro. Zudem gibt es einen Jugendförderpreis in Höhe von 75 Euro. Diesen erhält in diesem Jahr Elea Kasper (12) aus Seidewinkel.

Weitere Teilnehmer aus der Stadtregion wurden ausgezeichnet: Swana Sachon (10) aus Dörgenhausen, Sophie Frontzek (11) aus Wittichenau, Franz Frontzek (13) aus Wittichenau sowie Emilia Kasper (16) aus Seidewinkel.

Alle Teilnehmer erhalten ihre Kollektionen natürlich zurück, mit Ausnahme des Trägers des Jugendförderpreises, denn diese Kollektion wird zusammen mit den Preisträgerkollektionen der Erwachsenen ausgestellt. (pm/JuM)

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