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Jugendstadtrat lädt zum Müllsammeln ein

Auflage Nr. 2 in Hoyerswerda findet mit kleinen Änderungen statt. Besonders Gruppen sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Mit diesem Flyer macht der Hoyerswerdaer Jugendstadtrat auf die mittlerweile zweite Müllsammel-Aktion aufmerksam. Robin Schäfer hofft auf eine höhere Beteiligung als im vergangenen Jahr.
Mit diesem Flyer macht der Hoyerswerdaer Jugendstadtrat auf die mittlerweile zweite Müllsammel-Aktion aufmerksam. Robin Schäfer hofft auf eine höhere Beteiligung als im vergangenen Jahr. © Foto: Juliane Mietzsch

Hoyerswerda. Mehr als hundert Müllsäcke, die je 120 Liter Fassungsvermögen haben, sind bei der ersten Müllsammel-Aktion des Jugendstadtrates im letzten Oktober zusammengekommen. Schon kurz danach stand im Herbst dann fest, dass diese Veranstaltung wiederholt werden soll. Am Wochenende 12. und 13. Juni wird es nun die zweite Auflage geben.

Robin Schäfer, Vertreter des Léon-Foucault-Gymnasiums, ist sich sicher, dass das ein Thema für alle ist. Dennoch ist es das Ziel beziehungsweise der Wunsch, besonders Jugendliche und Ältere anzusprechen. „Wir leben ja schließlich alle hier“, so der Abiturient weiter. Der erste Durchgang hat gezeigt, dass sich vor allem Menschen mittleren Alters und Familien beteiligt haben. Daher ist es auch schwer, eine genaue Teilnehmerzahl zu benennen. Schätzungsweise 40 bis 60 Bürgerinnen und Bürger haben zuletzt teilgenommen, sagt Robin Schäfer.

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Hauptstandort Familienpark

Die Erfahrungen der ersten Aktion haben nun einige Neuerungen mit sich gebracht. An insgesamt vier Standorten in Neu- und Altstadt sind Anlaufstellen für alle zu finden, die entweder leere Müllsäcke und Handschuhe brauchen oder gefüllte Tüten abgeben wollen. Der Familienpark der LebensRäume Hoyerswerda eG im Stadtzentrum bleibt weiterhin der Hauptstandort – dort wird es auch Getränke und Bratwürste, gespendet von der Fleischerei Dubau, geben. Neu sind hingegen die Sammelplätze am Jugendclubhaus Ossi, an der KulturFabrik und auf dem Gelände der Katholischen Kirche „Zur Heiligen Familie“ in der Altstadt. Im WK II hat der Jugendstadtrat gezielt Flyer in den Briefkästen verteilt. Außerdem wird gehofft, mit dem Ossi Jugendliche anzusprechen. Über die KuFa sagt Robin Schäfer: „Zentraler geht es nicht“. Und das Engagement der christlichen Gemeinde überrascht einerseits, aber wird sehr gerne angenommen.

Auch allen weiteren Partnern und Unterstützern, wie SWH und VBH, der Wohnungsgesellschaft, dem Bowlingcenter, der MiMaH, Eis-Uli und dem Kinderland Böhm, ist der Jugendstadtrat sehr dankbar.

Weiterhin liegt ein Fokus diesmal auf der Beteiligung von Gruppen – wie Vereinen, Schulklassen oder Kita-Gruppen. Im Nachhinein kleine Spendensummen zum Beispiel für die Klassenkasse auszuschütten, ist derzeit eine Idee. Sponsorengelder werden noch akquiriert, wie Robin Schäfer weiß. Der Lausitzer Handball Verein Hoyerswerda (LHV) hat sich schon zur Aktion bereit erklärt und wird die Gegend um das Berufsschulzentrum „Konrad Zuse“ beräumen. „Bis nach Seidewinkel“, heißt es im LHV-Aufruf. Für Jugendclubs der Ortsteile, die in der Kernstadt sammeln helfen, wurde Fassbier in Aussicht gestellt. Robin Schäfer spricht davon, Anreize zu schaffen.

Sammeln am Scheibe-See?

Dann muss nur noch das Wetter stimmen. Im Herbst war es regnerisch, doch manche Menschen hat auch das nicht abgehalten. „Das wird schon ein Bild abgeben, wenn Leute mit Müllsäcken zu sehen sind“, ist sich der Jugendliche sicher. Vielleicht werden auch Einwohner erreicht, die sich sowieso draußen aufhalten, ist seine Hoffnung. Mit einem genauen Blick kann viel gefunden und eingesammelt werden, hat die Erfahrung gezeigt. Robin Schäfer weiß, dass Waldränder häufig von Verschmutzungen betroffen sind.

An den Sammelstellen wird Maskenpflicht herrschen. Auch Gruppen werden das berücksichtigen müssen, hieß es zuletzt. Bei der Formulierung eines Hygienekonzeptes hat die Stadt Hoyerswerda die Jugendlichen unterstützt.

Das Sammeln in den Ortsteilen wäre ein zu großer, vor allem personeller, Aufwand, heißt es. Es sei ebenfalls schwer einzuschätzen, ob eine Sammelstelle am Scheibe-See lohnenswert wäre – obwohl herumliegender Müll dort durchaus ein Thema ist. „Wir schließen schon ein relativ großes Gebiet mit ein“, meint Jugendstadtrat Robin Schäfer. Besonders in den neuen Standorten sieht er eine deutliche Verbesserung. Zuvor war die Bindung an städtische Fläche größer, nun konnten Institutionen gewonnen werden, die ihre Gegebenheiten zur Verfügung stellen. Auch Lagermöglichkeiten wurden angeboten, doch der Bauhof wird am Ende jeden Tages die vollen Müllsäcke abholen.

Nun bleibt abzuwarten, wie viele Hoyerswerdaer dem Aufruf nachkommen und gemeinsam Müll im Stadtgebiet sammeln. Das Jugend-Gremium wird noch in diesem Jahr neugewählt und Robin Schäfer hofft, dass das Projekt auch in der nächsten Legislatur beibehalten wird. Eine jährliche Durchführung als „Frühjahrsputz“ wäre denkbar.

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