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MDR-Musiksommer startet in Hoyerswerda

Die Stadt gewinnt im Endausscheid-Voting gegen Torgau und Merseburg das Eröffnungskonzert am 19. Juni.

Mit diesen Osterhasen wurde die Werbetrommel für die Online-Abstimmung gerührt - erfolgreich.
Mit diesen Osterhasen wurde die Werbetrommel für die Online-Abstimmung gerührt - erfolgreich. © Foto: Ralf Grunert

Hoyerswerda. Glücksmomente sind für Kulturschaffende und Veranstalter selten in Corona-Zeiten. Um so mehr genießt man sie. Genau das tut das Team der Hoyerswerdaer Lausitzhalle, nachdem gestern um 7 Uhr offiziell verkündet wurde: Hoyerswerda hat das Eröffnungskonzert des 30. MDR-Musiksommer am 19. Juni gewonnen – einen Freiluft-Auftritt des MDR-Sinfonieorchester und Dennis Russell Davies!

Beworben hatten sich um das Ereignis 20 (andere sprechen von 29) Städte. Nach einer Vor-Auswahl, bei der eine Jury die eingereichten Konzepte bewertete, blieben übrig: Torgau, Merseburg und eben Hoyerswerda. Dann hatten knapp zwei Wochen lang die Kunstfreunde das Wort bei einer Online-Abstimmung per Internet-Klick, der einmal täglich abgegeben werden konnte. Hoyerswerda bekam 37 % Prozent der mehr als 22.300 abgegebenen Stimmen und holte damit den Open-Air-Konzertabend.

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Lausitzhallen-Geschäftsführer Dirk Rolka hatte trotz aller Riesenfreude nicht viel Zeit zum Feiern, denn „Bekommen ist das eine, Machen das andere.“ Sprich: Kaum war die Entscheidung gefallen, „begannen wir schon Dauertelefonate zu führen, wie alles am 19. Juni ablaufen soll.“ Denn zwar hatten die Lausitzhallen-Akteure nach reiflicher Überlegung ein Vor-Konzept eingereicht, das die Lehren der (dann leider nicht aufgegangenen) Bewerbung des Vorjahres um das MDR-Osterfeuer berücksichtigte, aber das war ja nur ein Grob-Plan. Nun geht’s an die Feinabstimmung; etwa, ob der Platz abgesperrt werden muss oder Platzkarten ausgegeben werden ... „Unser Vorkonzept hat uns aber gewiss geholfen. Ebenso, dass wir unter Corona ideale räumliche Voraussetzungen haben mit dem Lausitzer Platz; mit der Möglichkeit des Abstand-Haltens einerseits und der zwischenzeitlichen Künstler-Unterbringung in der Lausitzhalle andererseits.“

Auch dass die Lausitzhalle Erfahrung mit „Platzkonzerten“ hat, dürfte eine Rolle gespielt haben. Man denke an das Lausitz-Festival im vorigen Jahr, als am 4. Oktober das Chorkonzert „Gebete am Meer“ stattfand – oder die Opernaufführungen vergangener Jahre auf dem Lausitzer Platz; etwa am 7. Juli 2004, als Verdis „Nabucco“ zu erleben war, oder am 3. August 2005 Verdis „Aida“.

Die Musikfreunde aber, die dann in der Endrunde mit ihren Stimmen den Ausschlag gaben, hat die Lausitzhalle noch mit anderen Mitteln von sich überzeugt – nämlich mit einem auf Facebook eingestellten Video, in dem hiesige Künstler das Steigerlied intonierten, in einem Arrangement, wie es so noch nie zu hören war – und mit Bildern eines leuchtenden Hoyerswerda – siehe oben. Nun wird am 19. Juni bei freiem Eintritt Filmmusik vom Kinoklassiker bis zum Serienhit auf dem Lausitzer Platz zu hören sein. Für alle, die nicht live vor Ort dabei sein können, überträgt der MDR live im Hörfunk und im Netz sowie zeitversetzt im Fernsehen.

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