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Letzte Hoffnung: Landskron-Pokal

Meisterschaft de facto zu Ende/ Hoyerswerdaer LHV-Handballer hoffen nur noch auf den Cup.

LHV-Trainer Conni Böhme.
LHV-Trainer Conni Böhme. © Archivfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda/Sachsen. Seit Ende Oktober ruht der Handball schon in Deutschlands Hallen, jedenfalls im Amateur-Bereich. Während die Profis ab der Zweiten Bundesliga ihre Spiele austragen dürfen und auch im Trainingsbetrieb aktiv sind, heißt es für alle anderen: Sportverbot! Nach der letzten politischen Entscheidung, den Lockdown bis zum 7. März zu verlängern, „... kann der Meisterschaftsspielbetrieb im Erwachsenen und Jugendbereich nicht fortgesetzt werden, da eine Beendigung nicht mehr realistisch ist.“ So der Handball-Verband Sachsen (HVS) in seiner Pressemitteilung vom 18. Februar. Für die LHV-Handballer bedeutet dies: In allen Mannschaften und Spielklassen ist die Meisterschaftssaison beendet. „Es ist für alle natürlich total schade und auch frustrierend, aber nach der politischen Entscheidung haben wir dies auch erwartet. Schade, dass der Sport allgemein in allen Öffnungsstrategien bislang gar keine Rolle spielt. Gerade im Kinder- und Nachwuchsbereich fehlt uns nun fast schon ein Jahr Entwicklungszeit – ob wir dies jemals wieder aufholen können, ist fraglich“, so LHV-Trainer Conni Böhme.

Im Landskron-Achtelfinale

Eine kleine Hoffnung auf Handball in dieser Saison besteht aber noch. Wie der HVS weiter mitteilt „wird versucht, den HVS-Landskron-Pokal im Erwachsenenbereich bis Ende Juni auszuspielen und im Nachwuchsbereich den Jugendpokal auszutragen. Zusätzlich wird verbandsseitig ein möglicher freiwilliger Freundschaftsspielbetrieb sowohl im Erwachsenen- und Jugendbereich aktiv begleitet werden.“ Da der LHV im HVS-Landskron-Pokal noch vertreten ist, könnte also noch wenigstens ein Pflichtspiel in dieser Saison ausgetragen werden. Der LHV hatte in der (noch nicht beendeten) zweiten Hauptrunde ein Freilos, steht also im Achtelfinale, in das mit Siegen in ihren Zweite-Hauptrunde-Partien attraktive mögliche Gegner wie der Z(wickauer) HC Grubenlampe, Koweg Görlitz und der HSV 1923 Pulsnitz schon gelangt sind. Schaffen könnten es noch beispielsweise der HVO Cunewalde, die SG L(eipziger) Verkehrsbetriebe oder der HSV Dresden.

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Darüber hinaus gilt „Derzeit sind fast alle Teams im Online-Training beziehungsweise bekommen online Aufgaben. Wenn wir aber wieder in der Halle trainieren können und auch Spiele möglich sind, werden wir sofort versuchen, mit Partnern Freundschaftsspiele zu vereinbaren. Dazu sind auch schon erste Gespräche erfolgt.“

Vereinsfest und Sonder-Fan-Schal

Für die treuen LHV-Mitglieder plant der Verein darüber hinaus auch noch ein Vereinsfest im Juli. Dies soll auch als Dank für die Treue auch im „Spielfrei“ dienen.

Und für die Fans hat der Verein auch noch etwas Neues als kleinen Trost: Es gibt neue Fan-Schals, auf denen eine Seite extra den „Einpeitschern“ in der Halle gewidmet ist, und der Preis ist mit 15 Euro zwei Euro niedriger als beim letzten Fanschal. Wie man diesen bekommen kann, erfährt man auf der Homepage des LHV Hoyerswerda. Der Verein hofft, mit seinen Aktionen die Sehnsucht nach dem Handball ein bisschen erträglicher zu machen. (LHV/red/JJ)

www.lhv-hoyerswerda.de

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