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Abschied mit Ehrenzug für Spreetaler Kämmerin

Nach sechs Jahren geht Swantje Schneider-Trunsch. Ihr Nachfolger ist von dem Pensum begeistert, das in der Gemeinde gefahren wird.

Gemeindewehrleiter Oliver Puls überreichte der scheidenden Kämmerin Swantje Schneider-Trunsch am Dienstag nicht nur ein Bild, sondern auch einen Gutschein für einen Gaststättenbesuch.
Gemeindewehrleiter Oliver Puls überreichte der scheidenden Kämmerin Swantje Schneider-Trunsch am Dienstag nicht nur ein Bild, sondern auch einen Gutschein für einen Gaststättenbesuch. © Foto: Uwe Schulz

Spreetal. Zum Abschied gab es den ganz großen Auftritt. Gegen 18.40 Uhr rollte am Dienstag ein Konvoi von Feuerwehrfahrzeugen aus den einzelnen Spreetaler Ortsteilen an der Südstraße am Dock3-Gründerzentrum vor. Der Ehrenzug formierte sich, und angeführt von der Schalmeienkapelle Sabrodt marschierten Feuerwehrleute und Gemeinderäte zum Abschied und zu Ehren von Swantje Schneider-Trunsch vor.

Es war die letzte Gemeinderatssitzung der Kämmerin, die zum Monatsende die Gemeindeverwaltung verlässt. Nach sechs Jahren hat sich die Boxbergerin, die zudem in den letzten Jahren den Job der Verwaltungschefin mit übernommen hatte, beruflich neu orientiert. Es gab Präsente und nach der öffentlichen Ratssitzung auch noch einen nichtöffentlichen Teil mit Getränken und belegten Brötchen. So manche Träne wurde still weggewischt und den Abschiedsworten war zu entnehmen, dass Feuerwehr und Räte die Kämmerin nur ungern ziehen lassen, ihr Entschluss aber nicht umzustimmen war. Man konnte den Worten entnehmen, dass jemand, der gut und gern und viel arbeitet, wie so oft immer noch mehr aufgebürdet bekommt. Es läuft ja. Und irgendwann merkt man nicht, wann es zu viel ist. Jetzt geht sie also und es wurde mehr als einmal der Gedanke geäußert, dass die Rückkehr in die Verwaltung nicht verwehrt sei, man sie gern wiedersehen würde. Darauf ging Swantje Schneider-Trunsch nicht ein, betonte aber, dass sie in der Zeit in Spreetal viele tolle, engagierte Menschen kennengelernt habe: „Spreetal ist nicht weg aus meinem Herzen.“

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Ihr Nachfolger Marco Beer, der sich in der Sitzung den Räten vorstellte, wurde am selben Abend rückwirkend zum 1. Juni als Sachbearbeiter Finanzen eingestellt und zum 1. Juli als Fachbediensteter für das Finanzwesen, also landläufig Kämmerer, bestellt. Den Job des Verwaltungschefs muss er nun nicht mit ausfüllen. Wie der ehrenamtliche Bürgermeister Manfred Heine erläuterte, sieht es sehr gut aus, dass künftig auch eine von den Einwohnern her kleine Gemeinde wie Spreetal einen hauptamtlichen Bürgermeister haben darf.

Bis es so weit ist, muss alles freilich laufen. Marco Beer signalisierte, seinen Beitrag leisten zu wollen. Seinen Worten nach hat der gebürtige Auer Erfahrungen im Handwerk, als Gemeinde- und Stadtrat sowie in Aufsichtsräten gesammelt. Er wollte sich letztlich neu orientieren und konnte sich mit Spreetal anfreunden: „Mich begeistert das Pensum, das hier gefahren wird.“ Die Gemeinde Spreetal habe in den letzten Jahren viel geleistet, aber man habe auch noch viel vor. Und er ermunterte die Räte, bei Fragen oder Hinweisen nicht erst bis zur jeweils nächsten Ratssitzung zu warten, sondern ihn anzusprechen. Immerhin konnten Schneider-Trunsch und Beer einen Monat lang die Finanzgeschäfte der Gemeinde Spreetal ordentlich übergeben. Dass noch weitere Einarbeitungszeit vonnöten ist, ist Manfred Heine klar. Andererseits ist die Erwartungshaltung an den Neuen groß. Und das hat viel mit der Person von Swantje Schneider-Trunsch zu tun.

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