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Hoyerswerda

Abschied ohne große Show

Die Hoyerswerdaer Sportakrobatin Lena Bednarz beendet ihre aktive Karriere.

Lena Bednarz (oben) mit dem ihr typischen stolzen Lächeln.
Lena Bednarz (oben) mit dem ihr typischen stolzen Lächeln. © Archivfoto: Sportbund

Von Daniela Fünfstück

Hoyerswerda. „Eigentlich“ wollten sie am vergangenen Samstag auf der Bühne stehen – zur Weihnachtsshow. Dann hätten sie sich noch einmal vor 1.600 Zuschauern präsentiert, und das wäre der würdige Rahmen gewesen: Lena Bednarz, die Unterfrau des erfolgreichen Damenpaares der Hoyerswerdaer Sportakrobaten, mehrfache Deutsche Meisterin und hervorragend platziert bei Europa- und Weltmeisterschaften, beendet ihre junge Karriere.

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Wieder ein Abschied, nur diesmal mit dem Corona-Beigeschmack. In diesem verrückten Jahr haben es die Leistungssportler besonders schwer. Keine Wettkämpfe – und da kommt schon die große Frage auf: wofür schinde ich mich täglich. Die Weltmeisterschaft im Mai in der Schweiz war das große Ziel, das Damenpaar Lena Bednarz/ Selima Wardin in Top-Form. Und dann kam das Aus. Nach einem internationalen Sommertrainingslager mit Leistungsträgern in der Schweiz und dem Vereinstrainingslager in Reichwalde, fielen weitere Wettkämpfe in Portugal, Georgien, Belgien, Polen und natürlich in Deutschland ins Wasser – allesamt Corona-bedingt. Mit den neuen, auf die Übung abgestimmten Dresse, spektakulären Elementen und phantastischen Choreografien wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach das Jahr für Lena und Selima geworden. Auch beim Neujahrsempfang des sächsischen Ministerpräsidenten waren sie Teil des eigens gedrehten Films „Himmel über Sachsen“, eine Botschafterin unserer Stadt!

13 Jahre Sportakrobatik – das bedeutet für eine so erfolgreiche 18-Jährige unzählige Stunden in den Turnhallen, auf den Straßen mit dem Kleinbus, auf den Flughäfen, … - mit den Trainern, die zu Vertrauenspersonen wurden. 13 Jahre bedeutet auch Zeit, die mit der eigenen Familie fehlt, auch wenn die Eltern bei so vielen Wettkämpfen mitreisen konnten. Und was nimmt man nach dieser Zeit mit? So viele tolle Erlebnisse, ob in der Halle oder auf den Wettkampffahrten und mit den verschiedensten Kulturen, z.T. weltweite Freundschaften, Erfolge aber natürlich auch die eigene Entwicklung: Disziplin, Verantwortung, Zeitmanagement, ein hohes Selbstbewusstsein, der Umgang mit so vielen verschiedenen Menschen.

Die Sportakrobatik ist für alle „Ehemaligen“ ein Zuhause, eine 2. Familie. Und diese bleibt, auch für Lena. Nur eben nicht mehr als Sportlerin, vielleicht aber in der Zukunft als Trainerin. Sie wird also bleiben und jetzt ihr Abitur am „León-Foucault-Gymnasium“ machen, dem Gymnasium, das sie während der letzten Jahre auch immer im Sportbegabten-Profil begleitet hat. Autorin Daniela Fünfstück ist Geschäftsführerin beim Sportclub Hoyerswerda

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