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Am Gleis 19 fährt wieder die S-Bahn ab

Ein großes Festwochenende erwartet am 3./4. Oktober in der Straße des Aufbaus 19 in Schwarze Pumpe die Besucher.

Am Gleis 19 hilft, wenn Zeit ist, auch die Familie. Hier Holger Schwarz mit Schwiegertochter Lisbeth.
Am Gleis 19 hilft, wenn Zeit ist, auch die Familie. Hier Holger Schwarz mit Schwiegertochter Lisbeth. © Foto: Jost Schmidtchen

Von Jost Schmidtchen

Schwarze Pumpe. Die Ereignisse der Zeit schwebten anno 2020 auch über dem S-Bahn-Wagen in Schwarze Pumpe. Außer dem gut besuchten Himmelfahrtsfest mussten am Gleis 19 alle Veranstaltungen abgesagt werden. Das ändert sich nun mit dem bevorstehenden Festwochenende zum Tag der Deutschen Einheit. Das Oldtimertreffen ist schon längst in aller (Besucher-) Munde.

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„Unser großes Festgelände und bereitwillige Nachbarn sind die Garantie, dass das Hygienekonzept steht. Es gibt ausreichend Parkplätze für Besucher. Maskenpflicht besteht nicht“, so Betreiber Holger Schwarz. „Aber jede Frau sollte sich eine in die Handtasche stecken und jeder Mann eine in die Hosentasche, für den Fall, der Andrang wird zu groß“. Dieser Fall könnte angesichts des bunten Rahmenprogramms durchaus eintreten. An alten Autos wird es nicht mangeln. Oldtimer bis 3 ½ Tonnen sind zugelassen. Die Zusagen sind inzwischen so reichlich, besonders aus Sachsen und Brandenburg, dass der Veranstalter hofft, niemandem absagen zu müssen.

Oldtimer-Ausfahrt nach Hornow

Am Sonnabend, dem 3. Oktober, können die Fahrzeuge bis etwa 11.30 Uhr am Gleis 19 besichtigt werden. Dann startet die große Ausfahrt. Sie führt zunächst zum Spremberger Marktplatz, wo sich alle Fahrzeuge bis 13 Uhr präsentieren. Zwei Robur-Busse fahren für Besucher mit. Am Markt steht dann zusätzlich ein historischer Škoda-Bus des Cottbuser Busunternehmens Hannemann bereit, der ab 13 Uhr mit weiteren Besuchern zum Niederlausitzer Sorbischen Bauernhof Budek nach Hornow die Oldtimerkolonne begleitet. Bei Bedarf gibt es weiteren Pendelverkehr mit dem Škoda. In Hornow ist für alle Gäste großes Hoffest mit Essen und Trinken vom Bauernhof, Rüdiger Budek alias der „Alte Fritz“ führt die Besucher durch die Backsteinkirche vis á vis. Zurück nach Schwarze Pumpe: Dort tritt am Nachmittag das Spremberger Duo „Two Pieces“ auf, danach gibt es Tanz für Jung und Alt bis 22 Uhr.

Der Sonntag verläuft ähnlich. Da führt die Ausfahrt der Oldtimer (dann allerdings ohne den Škoda-Bus) zum Gut Geisendorf. Dort ist das Museum geöffnet, der neu angelegte Wanderweg der Leag in die Steinitzer Alpen kann erkundet werden, und es gibt Mittagessen.

Am Sonnabend und Sonntag werden besondere Fahrzeuge geehrt, am Sonntag ist die Spremberger Spreenixe dabei.

Im Rahmenprogramm am Gleis 19 präsentiert sich zur Blasmusik der Bläsergilde Spremberg das Lausitzer Handwerk mit Lederaufbereiter, Stellmacher, Filzerei und einem Korbmacher. Zugegen sein werden auch die Herrnhuter Sterne und Pulsnitzer Pfefferkuchen. Die Partybäckerei von Marion Klammer aus Terpe wird nicht fehlen, eben so wenig der Pferdefleischer aus Niesky; es gibt Thüringer Rostbratwürste, frisch gebackene Kartoffelpuffer mit Leinöl einer Pump’schen Bekannten des Veranstalters. Ansonsten sorgt der Spremberger „Schweizergarten“ für das Allgemeinwohl. Für die Kinder gibt es Unterhaltung: Seil-Herstellung und -Knüpfen, eine mittelalterliche Wahrsagerin und den „Feurigen Olias“ – die Nachbildung der einstigen Spremberger Stadtbahn, die übers Festgelände rollt. Aber nur, wenn der Dampf im Kessel reicht. Für den müssen die Vatis und Opas selber sorgen, wenn die Kleinen mitfahren möchten. Was heißt: Schieben!

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