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Am liebsten Fehlalarme

... oder warum der Tierschutzverein Hoyerswerda über Einsätze ohne ernste Folgen ganz und gar nicht böse ist.

Marlies Holst ist die stellvertretende Vereinsvorsitzende vom Tierschutzverein Hoyerswerda.
Marlies Holst ist die stellvertretende Vereinsvorsitzende vom Tierschutzverein Hoyerswerda. © Foto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Unabweisbare Aufgaben müssen auch in der Corona-Pandemie erledigt werden. Dazu gehören, was mitunter vergessen wird, Angelegenheiten des Tierschutzes. Der Tierschutzverein Hoyerswerda nimmt seine selbst auferlegten Pflichten weiter wahr; unterstützt, wo es not tut und kümmert sich bei Hinweisen auf nicht gesetzeskonforme Tierhaltung um möglichst rasche Abhilfe.

Zum Abhilfe-Schaffen gehört, dass entsprechenden Hinweisen, die den Verein erreichen, nachgegangen wird. Dann, so schildert es die stellvertretende Vereinsvorsitzende Marlies Holst, suchen zwei Tierschützer das beanstandete Grundstück auf; versuchen, sich ein Bild von der Lage zu machen und, falls Grund zur Besorgnis besteht, einzugreifen.

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Gütliche Lösungen erhofft

Dabei wird grundsätzlich auf gütlich-freiwillige Lösungen gesetzt, also das Mittun des Tierhalters. Mitunter ist es aber, und das ist den Tierschützern eigentlich am liebsten, ein Fehlalarm – „ausgelöst“ von Nachbarn, die glauben, etwas wahrgenommen zu haben, was sich nicht mit dem Tierwohl vereinbaren lässt. So war es beim jüngsten Einsatz der Hoyerswerdaer Tierschützer, als einem Hinweis nachgegangen wurde, in einem Ortsteil der Stadt werde ein Hund an der Kette gehalten. Das aber ist schon seit langem nicht mehr statthaft.

Vor Ort erwies sich allerdings, dass in Wirklichkeit alles in bester Ordnung war: „Als wir klingelten, öffnete der Hundebesitzer – und neben ihm, also im Haus, stand, wohlauf und bester Dinge, die angeblich draußen angekettete Hündin.“ Das sind die besten Einsätze ...

Marlies Holst betont, dass die Tierschützer immer auf den guten Willen des Aufgesuchten setzen; um Zutritt und Gespräch bitten, niemals ohne Erlaubnis ein Grundstück betreten können. Nur, wenn sich der Tier-Besitzer unkooperativ zeigt und dringender Verdacht auf nicht tierschutzgerechtes Geschehen besteht, können unter Zuziehung von Amtspersonen wie Amtstierarzt oder Polizei entschiedenere Schritte unternommen werden. Aber das, so Marlies Holst, sei die Ausnahme. In der Mehrzahl der Fälle (so es Fälle sind), könne man einvernehmlich Besserung erzielen.

Zielgerichtete Spende für den Zoo

Die Tierschützer sind nicht nur Wächter, sondern auch Helfer; etwa für Tierhalter, die überfordert sind oder Unterstützung benötigen. „Wir bieten Hilfe an – und geben sie auch.“ Nicht nur für Private. In der jüngsten Aktion haben die Hoyerswerdaer Tierschützer in Absprache mit dem Futtermeister des Hoyerswerdaer Zoos, Thomas Arndt, für 300 Euro im „Kaufland“ konkret benötigtes / erwünschtes Futter erworben und dem Zoo als zielgerichtete Sachspende zur Verfügung gestellt.

Marlies Holst freut sich, dass der Verein jetzt ein neues Mitglied aus Lauta werben konnte. Sie hofft, dass noch mehr Menschen künftig dem Verein zur Seite stehen: Die Aufgaben werden nicht weniger – und die Stamm-Mitglieder nicht jünger. Wer sich informieren oder mittun möchte, kann sich gern an Marlies Holst wenden.

Kontakt: Tel. 0177 [email protected]

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