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Am Mikro Triumph und Trauer begleitet

Der Stadionsprecher der DJK Blau-Weiß Wittichenau, Thomas Marschner, eine Institution des Vereins, wurde 60 Jahre jung.

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Die Sportler und das Präsidium der DJK Blau-Weiß Wittichenau gratulier(t)en ihrem Jubilar Thomas Marschner zum Ehrentag und wünschen weiterhin eine gute Sportkameradschaft.
Die Sportler und das Präsidium der DJK Blau-Weiß Wittichenau gratulier(t)en ihrem Jubilar Thomas Marschner zum Ehrentag und wünschen weiterhin eine gute Sportkameradschaft. © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Wittichenau. Ohne Stadion- und Hallensprecher Thomas Marschner wären Veranstaltungen der DJK Blau-Weiß Wittichenau undenkbar. Thomas Marschner mit seinem Mikrofon ist immer dabei, wenn die Heimspiele, Turniere oder Festveranstaltungen moderiert werden. Besonders jetzt nach der langen Pause, verursacht von Corona, freut er sich, dass es jetzt endlich wieder los geht mit dem „kleinen“ Fußball.

Das Salz in der Suppe

Thomas ist bei den Veranstaltungen „das Salz in der Suppe“, das nicht fehlen darf, damit das Ganze so richtig zum Genuss wird. Schon seit über 24 Jahren begleitet er alle Veranstaltungen auf dem Platz und in der Sporthalle von Wittichenau.

Er wurde am 10. März 1962 in Oppach, ist verheiratet und Vater von zwei heute erwachsenen Kindern. Bis 1989 war er aktiver Fußballer beim SV Fortschritt Schirgiswalde (dem heutigen SG Weiß-Rot Schirgiswalde). Seit 1993 ist er Mitglied der Altliga bei der DJK Blau-Weiß Wittichenau. 1998 wechselte er die Seiten – vom grünen Rasen (und dem Hallenparkett) neben die genannten Flächen: Er begann seine zweite Karriere als Stadion- und Hallensprecher der DJK Blau-Weiß Wittichenau.

Anfangs in Wind und Wetter

Wobei: Ganz so „neben dem Platz“ stimmt nicht. Denn die ersten Spiele der Wittichenauer kommentierte er an der Mittellinie; ohne jegliche Überdachung, bei Wind und jedem Wetter. Ob Sonne, Regen oder Schnee und Sturm – immer hat er die Heimspiele begleitet. Auch bei Hallenturnieren und Festveranstaltungen der DJK moderierte er und gab den Veranstaltungen die richtige Würze. Erst mit dem Bau des neuen Vereinshauses wurde die Tontechnikanlage in das Haus integriert.

Größtes Erlebnis für Thomas Marschner war der Aufstieg der ersten Männer in die Bezirksliga im Jahr 2000. In der Stadionsprecherzeit hat Marschner schon einige Trainer der 1. Männer in Wittichenau erlebt. Darunter (gleich zwei Mal ...) Horst Peschke, Detlef Stehr, Andreas Graf, Detlef Scholze, Roland Mark, Waldemar Adamowicz – und seit vier Jahren wieder Detlef Scholze. Aber Wittichenau ist ja nicht „nur“ Kreisoberliga-Fußball: Da wären zu erwähnen gleichberechtigt die Hallenturniere der DJK. Die Altliga, Nachwuchs-Turniere in der Mehrzweckhalle von Wittichenau. Immer dabei: Thomas Marschner. Der freilich sagt, der Sprecher alleine könne es nicht reißen, wenn die Fans nicht mitzögen. Aber daran war in beziehungsweise für Wittichenau kein Mangel, niemals: Besonders hat Thomas Marschner zu jeder Zeit die Stimmung auf der Tribüne gefallen, denn in Wittichenau werden die Mannschaften immer lautstark begleitet.

Für die jetzt laufende Saison wünscht sich Thomas Marschner für alle Mannschaften guten und erfolgreichen Fußball (besonders nach der langen Unterbrechung, geschuldet Corona), damit alle Mannschaften den Wittichenauer Fußball in allen Ligen würdig vertreten.

Gemeinsam mit „Zimmi“

Thomas Marschner hat signalisiert, auch in den kommenden Jahren die Veranstaltungen der DJK Blau-Weiß Wittichenau zu begleiten. Doch am vergangenen Donnerstag, also am 10. März, feierte Thomas Marschner mit seiner Familie und seinen Freunden seinen 60. Geburtstag. Da wurden auch viele Episoden aus der Erinnerung gekramt – wie die an die gemeinsame Moderation mit der (2020 verstorbenen) Sport-Ikone Gert „Zimmi“ Zimmermann beim Gastspiel der Damen des zweifachen Champions-League-Siegers und sechsfachen Deutschen Fußballmeisters 1. FFC Turbine Potsdam gegen die 1. Männermannschaft der Wittichenauer im 90. Jahr der Blau-Weißen (das die PlatzHERREN am 2. August 2015 mit 4:3 gewannen).

Jetzt schon werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Denn Thomas Marschner wird bestimmt auch im Jahre 2025 moderieren, wenn die Wittichenauer DJK den 100. Geburtstag feiert. Danach will Thomas Marschner das Mikrofon aus der Hand legen und den Staffelstab an einen jüngeren Nachwuchs übergeben. Naja, das ist der jetzige Plan. Ob es tatsächlich so kommt?