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An Hoyerswerdas Oberschule ist man gegen Durst gewappnet

Zur Nutzung der eigens eingebauten Trinkwasser-Spender haben jetzt alle Mädchen und Jungen Flaschen bekommen.

An den beiden Trinkbrunnen in der Schule lassen sich die Flaschen füllen. Foto: M. Kolodziej
An den beiden Trinkbrunnen in der Schule lassen sich die Flaschen füllen. Foto: M. Kolodziej © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Julia aus der 5c gefällt ihre neue Schule schon sehr. „Sie ist größer, hat mehr Fenster und ist viel moderner“, sagt das Mädchen. Julia hat bisher an Hoyerswerdas Adler-Grundschule gelernt. Nun ist sie Oberschülerin, sprich unter den ersten Mädchen und Jungen im runderneuerten sowie erweiterten Schulhaus im WK I. Die Bibliothek findet die Fünftklässlerin besonders gelungen. 

Sie befindet sich im Verbindungsbau zwischen historischer Schule und Erweiterung. Früher ging es hier einmal zur Turnhalle. Diese wurde aber abgerissen und der Verbinder – zur Unterbringung der Bibliothek – eigens aufgestockt.

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Schon an der alten Ernst-Schneller-Schule gab es Wasserspender zum Trinken. Einer der historischen Brunnen wurde originalgetreu aufgearbeitet, ist aber nicht mehr funktionsfähig. Stattdessen wurden zwei moderne Trinkstationen installiert. Und seit voriger Woche können auch alle der rund 400 Schülerinnen und Schüler eine Trinkflasche ihr Eigen nennen. Jede fasst 400 Milliliter. Die Flaschen mit Schullogo und Schulspruch sind Geschenke der städtischen Versorgungsbetriebe.

Dauerhafte Kooperation

VBH-Chef Wolf-Thomas Hendrich wird nicht müde, bezüglich des Hoyerswerdaer Leitungswassers drei Punkte zu erwähnen. 1. Wer Wasser aus dem Hahn zapft, spart sich das Recycling leerer Flaschen. 2. Mit einem Preis von 1,74 Euro (dank temporärer Steuersenkung bis zum Jahresende sogar nur 1,71 Euro) für den Kubikmeter, also tausend Liter, schlägt Leitungswasser kostenseitig das meist über weite Strecken herantransportierte Flaschenwasser. Und 3. Zucker findet man in Leitungswasser nicht. „Es ist viel gesünder“, warb der VBH-Chef also in der 5c, als er vorige Woche mit zwei Kollegen sowie Schulleiterin Romy Stötzner die Tour zur Verteilung der Flaschen startete. Unternehmen und Schule haben auch auf anderer Basis eine Kooperation vereinbart. Im sogenannten Mittagsband zwischen 11.20 Uhr und 12.30 Uhr kommen Partner an die Stauffenbergstraße. Von den VBH können die Kinder und Jugendlichen dann nicht nur lernen, wo das Trinkwasser genau herkommt oder wie Abwasser aufbereitet wird. Sondern die städtische Firma kann auch über Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Schließlich ist eines der ambitionierten Ziele, dass so viele Zehntklässlerinnen und Zehntklässler wie möglich die Schule schon mit einem Lehrvertrag in der Tasche verlassen können.

Nächstes Ziel: Sportgeräte

Der VBH kommt das entgegen. „Die Rekrutierung von Nachwuchs wird ja nicht einfacher“, sagt Wolf-Thomas Hendrich. Er macht zudem keinen Hehl daraus, dass auch alle anderen Oberschüler so zeitig wie möglich mit den VBH vertraut gemacht werden sollen: „Das sind ja unsere Kunden von morgen.“ Den Schulförderverein wiederum hat das Unternehmen mit seiner Flaschenspende im Wert einer niedrigen vierstelligen Summe ein gutes Stück nach vorn katapultiert. Denn eigentlich sollte die Trinkflaschen-Versorgung seine erste Aufgabe sein. Nun, sagt Romy Stötzner, die auch die Vereinsvorsitzende ist, könne man sich einem anderen Ziel zuwenden. Es sollen diverse Sportgeräte angeschafft werden. Die Schulleiterin ist zufrieden mit den ersten Tagen im WK I. „Wir haben von überall her eigentlich nur Positives gehört“, sagt sie über den 13-Millionen-Euro-Bau sowie das zugehörige Konzept für „moderne und zukunftsorientierte Lern- und Lehrmethoden“. Auch die Schülerinnen und Schüler wüssten das zu schätzen. Beispielsweise gingen sie sehr vorsichtig mit dem frischen Rasen um. Und obwohl noch Mülleimer fehlen, liege keinerlei Abfall auf dem Schulhof herum. „Sie sind schon sehr diszipliniert“, so die Einschätzung.

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