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Auch Thomas Matelicz möchte in das Rathaus von Lauta einziehen

Der Zugezogene möchte die Geschicke der Stadt übernehmen und plant schon an Vorhaben.

Erst nach der Bundestagswahl im September wird der CDU-Ortsverband von Lauta die offizielle Nominierung von Thomas Matelicz vornehmen.
Erst nach der Bundestagswahl im September wird der CDU-Ortsverband von Lauta die offizielle Nominierung von Thomas Matelicz vornehmen. © Foto: Juliane Mietzsch

Lauta. Nach Martin Koppein und dem amtierenden Bürgermeister Frank Lehmann möchte auch Thomas Matelicz im nächsten Frühjahr als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Lauta antreten. Der 54-Jährige ist in Erfurt geboren und im thüringischen Mühlhausen aufgewachsen, das er als seine Heimat bezeichnet. Der gelernte Maschinenbauer wohnt seit 2009 in Lauta.

Nach einem Jahrzehnt Tätigkeit als Fern- und Reisebusfahrer arbeitet er seit 2013 im Versicherungswesen, betreut innerhalb einer Tochterfirma der Sparkasse die Filialen in Lauta und Wittichenau. Die Kraftfahrertätigkeit hat ihn dabei quer durch Europa geführt.

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Nach Sachsen wollte er eigentlich nicht kommen, aber seine Frau Angelika ist eine alteingesessene Lautaerin. Er sagt, dass er sich hier wohlfühle – das sei die Hauptsache. Gemeinsam mit dem Sohn seiner Frau bewohnt Thomas Matelicz ein Haus.

Seit 2017 ist er Mitglied in der CDU, trat ein, als rechte Strömungen erstarkt sind und er dem etwas entgegensetzen wollte. „Es musste jetzt passieren.“ Der Einzug in den Stadtrat im Jahr darauf gelang ihm nicht. Jetzt hat er größere Pläne. Die christliche Partei sei schon vor dem Eintritt seine „politische Heimat“ gewesen. Im Stadtverband ist er als Schatzmeister und Mitgliederbeauftragter tätig. Zu jeder Stadtratssitzung geht er nach eigener Aussage dennoch. Er vertritt die Auffassung, dass im Rathaus mehr Kreativität gebraucht werde. „Da reicht es nicht aus, nur zu verwalten.“ Er sieht viele Möglichkeiten für Lauta, sich als Stadt weiterzuentwickeln.

Die Idee, als Kandidat zur Bürgermeisterwahl anzutreten, hat Thomas Matelicz schon etwa zwei Jahre – und nun mit dem Rückhalt seiner Frau öffentlich gemacht. Als Stadtrat hätte er mehr Einblick in Entwicklungen, verfolgt aber dennoch alles. Und meint: „Lauta verkauft sich so weit unter Wert“. Er sieht es einerseits als notwendig an, Industrie anzusiedeln und Zuzug zu generieren. Und andererseits sei es wichtig, auch etwas für die ortsansässige Bevölkerung zu tun. Allgemein müsse die Meinung über die Region verbessert werden. Jugend und Bildung sind ihm wichtige Themen, ebenso wie die Begegnungen mit der älteren Generationen.

Gerade ist er dabei, drei Veranstaltungswochenenden zu planen; je nach Interessen mit Sport und Action für Kinder und Jugendliche. Auch ein Weinfest schwebt ihm vor – und etwas unter dem möglichen Namen „Neue Zeit“.

Überhaupt ist Thomas Matelicz der Auffassung, dass sich die Einstellungen von „wir müssten“ zu „wir machen“ wandeln sollten. Dass Tourismus das Thema des Seenlandes wird, sieht er deutlich. Lauta kann sich in diesem Zusammenhang auch positionieren. Daher ist der Anspruch, gemeinsame Schnittmengen mit anderen Kommunen zu finden. Demnächst möchte Thomas Matelicz bei den Stadtoberhäuptern der umliegenden Gemeinden vorstellig werden.

Wenn nicht gerade die Enkel zu Besuch sind, dann vertreibt sich Thomas Matelicz die Zeit mit Lesen und Bewegung an der frischen Luft. Für fremde Kulturen und Sprachen hat er ein Faible. Gerade lernt er, auch dank der Unterstützung von Kolleginnen, Sorbisch. In Vereinen ist er bewusst nicht organisiert, aber meint, auch ohne Mitgliedschaft helfen zu können.

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