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Hoyerswerda

Auf dem Radweg in die falsche Richtung unterwegs

Auch die Hoyerswerdaer Polizei beteiligte sich an einer Kontrolle, die bundesweit stattgefunden hat.

© Symbolfoto: SZ Archiv

Hoyerswerda. Vergangenen Mittwoch hat die Polizei in den Landkreisen Bautzen und Görlitz besonderes Augenmerk auf die Sicherheit von Fahrradfahrern gelegt. Auch in Hoyerswerda waren die Kontrollen, mit denen sich die Polizeidirektion Görlitz am bundesweiten Projekt „sicher.mobil.leben“ beteiligt hat, aufgefallen. An der Kreuzung Alte Berliner Straße/Teschenstraße zum Beispiel wurden Radfahrer aus dem Verkehr gefischt, die aus Richtung Einsteinstraße auf dem falschen Radweg unterwegs waren. Beamte wurden auch an der Klinikum-Kreuzung bei Kontrollen beobachtet.

Die Kontrollen im Direktionsbereich konzentrierten sich auf ausgewählte Unfallschwerpunkte, war aus der Polizei-Pressestelle zu erfahren. Neben Radfahrern standen auch andere Verkehrsteilnehmer unter Beobachtung. Insgesamt wurden 370 Fahrzeugführer kontrolliert, 130 Verstöße festgestellt und viele Gespräche geführt.

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Motorisierte Verkehrsteilnehmer gerieten immer wieder in den Fokus der Beamten, vor allem wegen drei Arten von Verstößen: zu geringer Abstand beim Überholen von Radfahrern, Halte- und Parkverstöße an Radwegen sowie Geschwindigkeitsverstöße abbiegender Lkw. Letztgenannter Verstoß fiel besonders häufig auf, womöglich aus Unwissenheit der Verkehrsteilnehmer. Vor allem ausländische Lasterfahrer kannten den neuen Passus der Straßenverkehrsordnung häufig noch nicht, der seit April 2020 gilt: Er besagt, dass Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen innerorts beim Rechtsabbiegen Schrittgeschwindigkeit fahren müssen, wenn mit Rad- oder Fußgängerverkehr zu rechnen ist. Die Beamten führten zu diesem Thema mehr als 50 Gespräche und klärten über die Rechtslage auf.

Auch Radfahrer waren nicht immer vorschriftsmäßig unterwegs und stellten dabei eine potenzielle Gefahr für andere dar, vor allem aber für sich selbst. Die Polizisten registrierten knapp 50 Verstöße wegen technischer Mängel und erwischten mehr als 20 Radfahrer, die Radwege nicht oder in falscher Richtung befuhren. (su/rgr)

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