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Aus dem Hoyerswerdaer Altstadt- soll ein echtes City-Management werden

Das Rathaus hat sich beim Bund für ein neues Förderprogramm zur Stärkung von Innenstädten und Zentren angemeldet.

Mit der bisherigen Förderung im
sogenannten
SOP-Programm stand nur die
Belebung der
Altstadt im Fokus. Künftig soll auch die Neustadt
profitieren.
Mit der bisherigen Förderung im sogenannten SOP-Programm stand nur die Belebung der Altstadt im Fokus. Künftig soll auch die Neustadt profitieren. © Archivfoto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Dieser Tage wird das Altstadtmanagement noch eine lokale Webplattform für hiesige Geschäftsinhaber vorstellen, und im Advent soll erneut eine gemütliche Atmosphäre im Altstadtkern hergestellt werden. Dann aber ist in der aktuellen Form Schluss mit dem, was im Jahr 2015 unter dem Schlagwort „Altstadtbelebung“ gestartet war. Denn die Förderung der Stadt aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP) endet mit dem Silvestertag dieses Jahres.

Frank Seifert vom Gewerbering Stadtzukunft, der mit der Betreibung des Altstadtmanagements betraut war, bedankte sich am Dienstag im Stadtrat bei jenen Personen, die sich in den zurückliegenden sechs Jahren zu verschiedenen Zeitpunkten um Dinge wie die Testläden, den Boulevard Altstadt oder zahlreiche Veranstaltungen gekümmert haben: Norman Reitner, Frank Graumüller, Yvonne Zschornack-Lubner, Dorit Baumeister und die erst seit Mai zuständige Belinda Grellmann.

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Letzgenannte ist schon in Doppelfunktion auch für den Marketingverein der Stadt unterwegs. Und wenn alles so läuft, wie es sich das Rathaus denkt, wird der Familienregion Hoy e.V. künftig in veränderter Form für eine Fortführung der Arbeit zuständig sein, die vom bisherigen Altstadt- zu einem tatsächlichen Citymanagement werden soll. Voraussetzung dafür ist, dass sich eine neue Geldquelle auftut.

Dietmar Wolf von der Stadtverwaltung erklärte den Stadträten, dass das Rathaus sich um Aufnahme in ein Bundesprogramm mit dem Namen „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ beworben hat. Genauer gesagt ist dieser Tage beim Bundesinnenministerium dafür eine sogenannte Projektskizze eingereicht worden. Berlin stellt von Mitte nächsten Jahres bis zum Sommer 2025 Mittel für Kommunen bereit, die „innovative Konzepte und Handlungsstrategien zur Stärkung der Resilienz und Krisenbewältigung“ in die Tat umsetzen wollen. Das Rathaus plant nun unter anderem ein Zentrenmanagement beziehungsweise -marketing, das neben Markt und Kirchstraße sowie Bürgerzentrum, Schloss und Zoo auch das Lausitz-Center sowie Lausitzhalle, Computermuseum, Lausitzbad und Gondelteich-Festplatz einbezieht. Die Orange Box an der Bautzener Brücke mit ihrem Umfeld soll als „Schlüsselbereich“ einbezogen werden. Beantragt sind 1,7 Millionen Euro Förderung. Sollte die vom Innenministerium beziehungsweise seinem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eingesetzte Jury im November die Ideen aus dem Rathaus gutheißen, könnte Hoyerswerda einen ordentlichen Antrag einreichen.

Dazu bedürfte es dann allerdings erst einmal eines konkreten und vom Stadtrat gebilligten Kosten- und Finanzierungsplans. Die Verwaltung rechnet damit, dass bei positiver Rückmeldung vom in Bonn ansässigen BBSR alle Antragsunterlagen im Januar abgegeben werden müssten. Neben der sogenannten „kooperativen Zentrenentwicklung“ in Alt- und Neustadt schweben der Verwaltung auch die Unterstützung von Firmen-Neugründungen im Fördergebiet sowie die Erarbeitung einer Zentren-Strategie und die Erstellung eines Zentren-Leitsystems vor.

Der Bund hat für das neue Förderprogramm insgesamt 250 Millionen Euro bereitgestellt. Allerdings steht auch das noch unter Vorbehalt der künftigen Bundeshaushalte, also des neuen Bundestages.

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