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Baba holt Sonderpreis für Fibi und Baltazar

Bei der Fotoaktion mit dem LebensRäume-Hoyling wird das Zoo-Maskottchen einen Sonderpreis bedacht. Das Geld kommt den Fischottern zugute.

Von Juliane Mietzsch
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Die Mahlzeit am Morgen war diesmal anders drapiert. Fischotter-Weibchen Fibi lässt sich von den Hühnerküken anlocken.
Die Mahlzeit am Morgen war diesmal anders drapiert. Fischotter-Weibchen Fibi lässt sich von den Hühnerküken anlocken. © Foto: Juliane Mietzsch

Hoyerswerda. Unmögliches hat der im Juni dieses Jahres am Giebel des Hauses Teschenstraße 5-9 angebrachte „Hoyling“ wahr werden lassen: Ein Fischotter bekam Flügel – wenn auch nur kurzzeitig. Im Sommer hat die LebensRäume-Genossenschaft eine Fassade in der Altstadt zu einem potenziellen Anlaufpunkt für besondere Fotos werden lassen.

Ein überdimensionaler Schmetterling wurde angebracht, die Umgebung mit einem Podest versehen und mit einer Bepflanzung aufgewertet. Das an Tangram-Puzzle erinnernde Motiv ist in den Farbtönen des Großvermieters gehalten. Ähnliche Elemente finden sich bereits auf der Fassade der Cocoon-Living-Häuser in der Heinrich-Mann-Straße.

Mit der Einweihung des Fotopunkts startete ebenso ein Aufruf, den Schmetterling fliegen zu lassen – durch das Internet. Bis Ende August konnten Fotos, die mit dem entsprechenden Hashtag versehen waren, an einer Verlosung teilnehmen.

Zehn Einsendungen wurden schließlich prämiert. Einige Familien konnten ihre Gewinne in Form von Gutscheinen und Fan-Artikeln der Genossenschaft bereits entgegennehmen. Doch ein weiterer Teilnehmer wurde nun mit einem Sonderpreis bedacht: Das Zoo-Maskottchen Baba hatte sich ebenfalls vor dem Giebelbild ganz in der Nähe des Zoos positioniert. Das hat die Jury begeistert. „Wir danken für die schöne Idee und antworten ebenfalls mit einer“, hat Axel Fietzek, Vorstand der LebensRäume-Genossenschaft, erklärt, als er zu einer Scheckübergabe in den Zoo kam.

Neben Arthur Kusber, dem Geschäftsführer der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, war auch Maskottchen Baba dabei und nahm stellvertretend die Spende in Höhe von 300 Euro entgegen, die den beiden im Zoo lebenden Fischottern Fibi und Baltazar zugutekommen soll. In Absprache mit den Pflegern des Reviers soll über den Einsatz der Spende entschieden werden, wie Zoo-Sprecherin Stefanie Jürß erklärt. Es könnten entweder Verbesserungen im Gehege angegangen werden oder, was wahrscheinlicher ist, besonderes Futter wird als Leckerbissen besorgt. „Futter ist teuer“, so die Sprecherin weiter. Neben Fisch stehen auch Küken auf dem Speisenplan der Fischotter. Eine Spezialität wäre beispielsweise Karpfen.

2007 kam Fibi als Findelkind in den Zoo Hoyerswerda. Sie ist eine Handaufzucht, was sich in ihrer zutraulichen Art zeigt, wenn sie die Nähe zu Pflegern sucht. Im Gegensatz dazu ist Baltazar, der 2017 aus Krakau kam, ein eher scheues und schüchternes Wesen.

Das Maskottchen, hinter dem sich ab und zu Zoogärtner Tim Garbrecht verbirgt, hat seinen Namen von Fibis vorigem Partner, der einst zum Wappentier des Zoos wurde. Baba wurde einst auch gefunden und lernte von einer Tierpflegerin das Fischen und Schwimmen. Mehrere Monate lebte er daher anfangs bei Gisela Schneider zu Hause. 2017 starb Baba, aber lebt in dem Maskottchen weiter.

Maskottchen Baba und Arthur Kusber (r.) nehmen als Sonderpreis eine Spende von Axel Fietzek (l.) entgegen.
Maskottchen Baba und Arthur Kusber (r.) nehmen als Sonderpreis eine Spende von Axel Fietzek (l.) entgegen. © Foto: Juliane Mietzsch