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Bau an Südböschung nicht vor September

Gemeinde Elsterheide und Zweckverbände investieren knapp fünf Millionen Euro in Tourismus am Geierswalder See.

Auf diesem Luftbild ist fast der komplette Geierswalder See zu erkennen. Die linke Uferseite wird als die Südböschung bezeichnet. Seit 2015, als diese Aufnahme entstanden ist, hat sich baulich schon einiges getan.
Auf diesem Luftbild ist fast der komplette Geierswalder See zu erkennen. Die linke Uferseite wird als die Südböschung bezeichnet. Seit 2015, als diese Aufnahme entstanden ist, hat sich baulich schon einiges getan. © Archivfoto: Gernot Menzel

Geierswalde. Die aktuell größte in Aussicht stehende Investition der Gemeinde Elsterheide ist die Erschließung der Südböschung am Geierswalder See. Es handelt sich um den Bereich beginnend am Leutturm-Hotel-Komplex parallel zum Ufer Richtung Senftenberger See. Im ersten Projektteil mit einem Umfang von knapp 3,1 Millionen Euro wird es um Straßen, Wege und öffentliche Freiflächen gehen.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits im zeitigen Frühjahr starten. Fördermittel in Höhe von 2,76 Millionen Euro wurden der Gemeinde schon im Oktober bewilligt (TAGEBLATT berichtete).„Aber wenn gebaut wird, muss auch gleich Trinkwasser und Abwasser mit in den Boden“, hat der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark (CDU) von Beginn an betont. „Wir wollen das gemeinsam ausschreiben. Das ist jedoch erst möglich, wenn auch eine Fördermittel-Entscheidung für den Trinkwasser- und Abwasserbereich da ist.“ Beim Abwasserzweckverband (AZV) „Kamenz-Nord“ wird dieser Bescheid spätestens bis Ende Juni erwartet, nachdem der Landtag den Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen beschlossen hat. Diese Auskunft gab es in der jüngsten Verbandsversammlung in Bernsdorf. Da hieß es auch, dass sich der AZV die Erschließung 542.000 Euro kosten lässt, wobei 90 Prozent der Summe Fördermittel sein werden. Der Abwasserzweckverband, dem die Städte Lauta und Bernsdorf sowie die Gemeinde Elsterheide angehören, rechnet demnach mit einem Eigenanteil von gut 54.200 Euro.

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Ähnlich ist die Konstellation beim Trinkwasserzweckverband (TZV) „Kamenz“. Nur geht es hier um andere Summen, nämlich um Gesamterschließungskosten in Höhe von 156.000 Euro. Es wurden Fördermittel in Höhe von 90 Prozent beantragt, dies entspricht rund 141.000 Euro, womit sich der Eigenanteil auf 15.600 Euro beläuft. Auch hier soll der Zuwendungsbescheid bis Ende Juni eingehen. So die Auskunft des Geschäftsbesorgungsunternehmens, der Ewag Kamenz.

Eine entsprechende Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung der Baumaßnahme „Erschließung Geierswalder See – Südböschung“ zwischen der Gemeinde Elsterheide und den beiden Zweckverbänden befindet sich derzeit in der Unterschriften-Runde. Der AZV „Kamenz-Nord“ hat in der Verbandsversammlung im Mai dem Abschluss der Vereinbarung zugestimmt. Die Verbandsversammlung des TZV „Kamenz“ tagt am 16. Juni. Auch hier ist mit einer Zustimmung zu rechnen.

„Wir stehen seit über einem halben Jahr in den Startlöchern. Dass es sich so weit hinausgezögert hat, müssen wir hinnehmen“, meinte der Elsterheider Bürgermeister. Sobald die noch fehlenden Fördermittelbescheide eingegangen ist, soll die gemeinsame Baumaßnahme von TZV „Kamenz“, AZV „Kamenz-Nord“ und der Gemeinde Elsterheide durch Letztere ausgeschrieben werden. Dietmar Koark rechnet mit einem Baubeginn nicht vor September. In etwa in diesem Zeitraum soll auch der verzögerte grundhafte Ausbau eines ersten Teilstücks der Kreisstraße zwischen Tätzschwitz und Geierswalde unter der Regie des Landkreises Bautzen beginnen. Auch hier ist die Voraussetzung die Bewilligung von Fördermitteln. Was bedeutet, dass der Saisonbetrieb im Bereich des Geierswalder Sees weder durch den Straßenbau noch durch die Erschließungsarbeiten an der Südböschung gestört werden.

Dem ersten Teil der Erschließung der Südböschung am Geierswalder See wird sich noch ein zweiter Abschnitt anschließen. Hierbei geht es um die Errichtung von öffentlichen Parkplätzen und eines Sanitärgebäudes. Für die Parkplätze sind 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Hier hat die Gemeinde Elsterheide ebenfalls Fördermittel beantragt. Gehofft wird auf einen Fördersatz von 85 Prozent. Im Fall des Sanitärgebäudes geht es um Kosten von 190.000 Euro, bei einer Förderung von 90 Prozent.

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