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Hoyerswerda

Befliegung erledigt, Lotung folgt

Die Rutschung am Knappensee ereignete sich auf der letzten noch unsanierten Uferfläche.

Rutschungsgebiet im Knappensee
Rutschungsgebiet im Knappensee © Foto: Gernot Menzel

Knappensee/Hoyerswerda. Als „Ereignis, das uns erschreckt hat, insbesondere die Anwohner des Knappensees, aber auch viele Menschen im Lausitzer Seeland“, bezeichnete der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) gestern in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen die Rutschung, die sich am vergangenen Donnerstag am Ostufer des Knappensees ereignet hat. Die von der Rutschung ausgelöste Flutwelle hatte auf dem gegenüberliegenden See-Ufer in Groß Särchen beträchtlichen Schaden angerichtet.

Von Karsten Handro, Abteilungsleiter Projektmanagement beim Bergbausanierer LMBV, bekamen die Verbandsräte einen aktuellen Überblick, welche Aktivitäten es seither gab und wie es weitergeht. So erfolgte bereits am Freitag die angekündigte Befliegung des betroffenen Bereiches. Mit den ebenfalls von der LMBV angekündigten Lotungen soll kommende Woche begonnen werden, um ein Bild von der Situation unter der Wasseroberfläche zu erhalten. Sachverständige werden im April mit der Bewertung beginnen, kündigte Karsten Handro an. Es geht um die Klärung der Ursache, die zum Setzungsfließen, wie es die Fachleute bezeichnen, führte, aber auch um die Festlegung von Maßnahmen zur Sicherung des Böschungsbereiches.

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Bei diesem handelt sich um die letzten unsanierten Flächen am See, ließ Karsten Handro wissen. Im vergangenen Jahr sei die Hochkippe in diesem Bereich bereits um sieben bis acht Meter abgetragen worden. Als es zur Rutschung kam, liefen gerade von Schwimmbaggern auf der Wasseroberfläche aus auf dem Gewässergrund vorbereitende Maßnahmen für die Rütteldruckverdichtung, die dieser Tage beginnen sollte. Ansonsten sei die Rütteldruckverdichtung rings um den See erledigt.

Was die Seefreigabe angeht, wiederholte er die Auskunft des Sächsischen Oberbergamtes: 2022 wird daraus nichts.

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