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Hoyerswerda

Bei Covid-19-Betreuung kritischer Stand

Vor allem der höhere Bedarf beim Personal-Einsatz sorgt für eine angespannte Lage.

33 Covid-19-Patienten werden aktuell im Seenland-Klinikum behandelt, fünf davon intensivmedizinisch. Trotzdem lautet die Ansage: Auch alle anderen Notfälle, die medizinische Hilfe benötigen, sollen diese natürlich bekommen.
33 Covid-19-Patienten werden aktuell im Seenland-Klinikum behandelt, fünf davon intensivmedizinisch. Trotzdem lautet die Ansage: Auch alle anderen Notfälle, die medizinische Hilfe benötigen, sollen diese natürlich bekommen. © Archivfoto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Auch im Seenland-Klinikum sind immer mehr Covid-19-Patienten zu betreuen. Das Krankenhaus hat dazu inzwischen zwei Stationen á 20 Betten eingerichtet. Mit Stand vom Donnerstag waren 33 Betroffene in stationärer Behandlung, fünf davon intensivmedizinisch. „Die Versorgung aller Patienten ist derzeit mit entsprechenden Dienstplänen sowohl bei Ärzten wie auch bei den Pflegekräften gesichert. Ein kritischer Stand ist aber erreicht“, sagt Klinikums-Sprecher Gernot Schweitzer. Man könne von einer Verschärfung der Lage sprechen. Es gebe große Herausforderungen beim Personal. Man bekomme diese nur durch das große Engagement und die Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeistert.

Der Spagat bestehe darin, den üblichen Klinikbetrieb aufrecht zu erhalten und zusätzlich die Covid-19-Patienten zu versorgen, die in der Regel Vollzeitpflege bräuchten. Ihr Durchschnittsalter beläuft sich laut Schweitzer auf 69,3 Jahre: „Das bedeutet, dass die meisten der Patienten schon auf Grund ihres Alters und mehrfacher Vorerkrankungen auch ohne Covid einen hohen Pflegegrad haben.“ Dazu kommt, dass mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen im Schnitt neun Tage im Klinikum bleiben müssen und damit fast doppelt so lange wie Patienten im sonstigen Krankenhausbetrieb. Man versuche daher, den Pflegebereich zu stützen. Zum Beispiel würden die Therapeuten aus der momentan geschlossenen Geriatrischen Tagesklinik in der Pflege helfen.

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Schweitzer sagt, die Bevölkerung könne mit einer disziplinierten Einhaltung der bekannten Hygieneregeln dazu beitragen, die Infektionszahlen und in der Folge die Patientenzahlen so niedrig wie möglich zu halten. Er rät aber auch, bei Notfällen weiterhin das Krankenhaus aufzusuchen. Symptome, die etwa auf Herzinfarkt oder Schlaganfall hindeuten, müssten umgehend untersucht werden. (red/MiK)

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