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Bernsdorfer WIR-Schule tanzt in die Ferien-Challenge

Über 130 Schüler, 17 Lehrer und Mitarbeiter machten den Schulhof zum Disco-Floor.

Dieser Tanz und die Ergebnisse der Challenge werden wohl in die Geschichte der Schulchronik eingehen.
Dieser Tanz und die Ergebnisse der Challenge werden wohl in die Geschichte der Schulchronik eingehen. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Bernsdorf. Es klingelt. Die letzte Unterrichtsstunde in diesem Schuljahr ist vorbei. Die Zeugnisse sind verteilt, und normalerweise könnten die Oberschüler jetzt in die Ferien starten. So läuft das aber nicht in der freien Oberschule „WIR“ deren Name gleich doppelten Symbolcharakter trägt: Zum einen stehen die drei Buchstaben für „Wissen“, „Individualität“ und „Region“. Und zum anderen verdeutlicht das Fürwort gleichsam gelebtes Miteinander – wie in einer großen Familie. Deshalb gehört ein gemeinsames Verabschieden in die Ferienzeit dazu.

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Selbst Tanzmuffel machten mit

In diesem Jahr hatten sich die Organisatoren um Pädagogin und Initiatorin Jane Droge und ihr Kollege Paul Schmole etwas ganz Besonderes einfallen lassen: einen gemeinsamen Tanz, um das Ende der Schulzeit und damit gleichsam den Beginn einer Challenge (Herausforderung) einzuläuten.

Die Premiere lockt selbst ausgesprochene Tanzmuffel auf den Schulhof. Denn gemeinsam im Rhythmus federn, kann echt Spaß machen, wie sich an diesem Vormittag unschwer erkennen ließ: Über 130 Schüler bewegten sich zu einem Sommerhit und bildeten spontane Tanzpaare. Die Freude tanzte offensichtlich mit und schien ungemein zu motivieren. Aber – wo ist da die Herausforderung? Da: Jeder Schüler bekommt eine „Flaschenpost“, in der ein Aufruf zur ersten gemeinsamen Ferien-Challenge steckt. Der benennt eine Herausforderung für Schüler, Lehrer, Eltern und deren Familien gleichermaßen: Es gilt, bis zum 3. September mindestens einmal wöchentlich zwanzig Minuten eine bestimmte Bewegungs-Aktivität zu dokumentieren und diese per Foto oder Video festzuhalten. Egal, wie; egal, wo; egal wann. Auf der internen Schulplattform sollen die Dokumentationen hochgeladen werden, um Punkte sammeln zu können. Maximal können 30 Punkte erreicht werden. Das sollte bei sechs Wochen Ferienzeit machbar sein.

Zum einen winken zur Belohnung, dank der Unterstützung von hiesigen Sponsoren, viele Preise. Was aber noch viel wichtiger ist: „Wir möchten das Miteinander nach der Corona-Zeit stärken, möchten den Schülern einen Ausgleich für Körper, Seele und Geist vermitteln und somit die Möglichkeit bieten, eine sehr gute Note im Fach Sport erreichen zu können“, erklärt Jane Droge das Grundanliegen. Aber was kann man denn nun tun; abseits von Tartanbahn und Bolzplatz? Zum Beispiel Garten-Gießen, Betten-Beziehen, Fenster-Putzen, Zumba, Tanzen, Klettern, Hof-Fegen, Wandern, im Pool planschen ... Übrigens gehen auch extremes Shopping (Einkaufen): ja, sogar extremes Chillen und Relaxen (also Ausruhen) in die Wertung ein – wobei gerätselt werden darf, wie sich letzteres (Nicht?-) Tun mit halbwegs sportlicher Bewegung verbinden lässt.

Da geht gewiss noch etwas mehr

Jane Droge hat sich dafür entschieden Inliner zu fahren, Fitnesssport zu betreiben und medienfreie Zeit zu genießen. Ihr Kollege und Geschäftsführer der Schule, Markus Neumann, freut sich auf den Besuch im Fitness-Studio und auf das Betten-Beziehen. Sagt er. Und was nimmt sich die Schulleiterin für die Challenge vor? „Lesen, Tischtennis, Radeln, Schwimmen und Frust-Rasenmähen“, bekundet Ilka Kügler lachend.

Bis dato nehmen über fünfzig Prozent der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter an der Challenge teil, freut sich Jane Droge. Da geht ganz gewiss noch was. Auf die Ergebnisse darf man jedenfalls gespannt sein.

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