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Bronze und eine Berliner Stadtmeisterschaft

Ü-60-Oldies vom Knappensee überzeugen beim Nordostdeutschen Fußball-Championat

Die Knappensee-Oldies holten Bronze bei der NOFV-Meisterschaft im Fußball der Altersklasse Ü 60.
Die Knappensee-Oldies holten Bronze bei der NOFV-Meisterschaft im Fußball der Altersklasse Ü 60. © Foto: privat

Von Siegmund Heidrich

Es ist Sonnabend, der 28. August: Ideales Fußballwetter (ohne Regen), tolle äußere Rahmenbedingungen in Berlin Neukölln – der richtige Zeitpunkt zur Austragung der 2. Fußballmeisterschaft des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) für die Altersklasse Ü 60. Mit weiteren fünf Teams am Start der einzige sächsische Vertreter: die Oldies der SpVgg Knappensee in Spielgemeinschaft (SpG) mit ESV Lok Hoyerswerda und SpVgg Lohsa / Weißkollm.

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Im Auftaktspiel hieß der Gegner SC Rauen (Brandenburg). Nach einer noch ordentlichen ersten Halbzeit (Spielzeit je Partie 2 x 10 Minuten) mit besten Chancen, selbst in Führung zu gehen, folgt in Hälfte 2 eine äußerst schwache Vorstellung, auf Grund derer es am Ende eine verdiente 0:2-Niederlage gab. Ein Resultat, das im weiteren Turnierverlauf noch bittere Auswirkungen haben sollte.

Nun konnte es nur besser werden

Wie ausgewechselt gestalten die Knappensee-Oldies ihren nächsten Auftritt gegen den NOFV-Meister des Vorjahres und Gastgeber, die Neuköllner Sportfreunde (NSF) Gropiusstadt. Sie gewannen mit einer Klasseleistung 2:0 und brachten sich damit in das Turniergeschehen zurück! Nächster Gegner war Hertha BSC. Die „alte Dame“ aus Berlin war mit einem Sieg und einem Unentschieden in das Turnier gestartet. Erst in der zweiten Spielhälfte konnten sich die Knappensee-Oldies wirkungsvoll in Szene setzen und gewannen diese spannende Partie am Ende wieder mit 2:0. Es kursierte daraufhin die (nicht ganz ernst gemeinte Kunde), dass die Sachsen damit die Berliner Stadtmeisterschaft für sich entschieden hätten.

Aus 0:3 mach 3:3

Das nächste Spiel sollte die verrückteste Partie dieser Meisterschaft werden. Für beide nunmehrige Kontrahenten, mit je sechs Punkten an der Spitze des Zwischenklassements liegend, war das Match zudem richtungsweisend für den weiteren Turnierverlauf. Und die Särchener schienen gegen den Vorjahresdritten der NOFV-Meisterschaft, die SpG Rostocker FC / ScanHaus Marlow (Mecklenburg-Vorpommern), in den ersten zehn Minuten dieses Treffens von allen guten Geistern verlassen zu sein: Spielstand zur Pause 0:3! Was jedoch in dieser Truppe steckt wurde nach weiteren zehn Minuten deutlich, denn aus dem 0:3 wurde über eine tolle Moral ein 3:3 gemacht. Endstand einer irren Partie, die den Männern vom Knappensee den Ehrentitel „Kampfschweine“ einbrachte.

Verschleiß-Erscheinungen

In der letzten Begegnung benötigten die Oldies nun wenigstens einen Punkt, um weiter auf wenigstens eine Medaille hoffen zu können; bei einem Sieg wäre sogar Rang 2 sicher gewesen. Gegen den SV Germania Wernigerode (Sachsen-Anhalt) zeigten sich jedoch nun „Verschleiß-Erscheinungen“, geschuldet dem gerade geschilderten kräftezehrenden letzten Spiel, so dass das 0:0 gegen Wernigerode einen zwar ordentlichen, aber eben nicht optimalen Abschluss bildete.

Denn was dieses 0:0 wert war (oder auch nicht ...), zeigte sich mit und nach den letzten beiden Partien dieses Championats. Während die SpG aus Mecklenburg ihre letzte Partie gegen Rauen gewinnt (3:0), siegt im allerletzten Turnierspiel der Vorjahressieger NSF Gropiusstadt gegen Hertha BSC mit 2:1 und beendet damit die „Rechenspiele“ zu den Platzierungen 2 bis 4. Resultat: Die Knappensee-Oldies belegen den 3. Rang. Die Abschlusstabelle verdeutlicht die bittere Auswirkung des ersten Spiels der Oldies noch einmal ganz deutlich: Das waren drei liegengelassene Punkte, die Gold bedeutet hätten ...Uwe Heidrich: Bester Spieler!

Bei den anschließenden Turnierehrungen gab es zunächst viel berechtigtes Lob an die NSF Gropiusstadt, die diese Meisterschaft in bewährter Art und Weise reibungslos organisiert haben. Die Oldies der SpVgg Knappensee nahmen mit großem Stolz und Freude den Pokal für den Bronzerang und die entsprechenden Medaillen entgegen. Und es wurde noch besser, denn ihr unermüdlichen Antreiber Uwe Heidrich wurde als „Bester Spieler“ dieser Meisterschaft ausgezeichnet. Eine verdiente Anerkennung für seine großartige Leistung!

Folgende Sportfreunde waren für die Knappensee-Oldies von Coach Klaus Noack mit in Berlin: Uwe Preibsch, Gisbert Bielka, Lutz Hattliep (ESV Lok Hoyerswerda), Joachim Brückner, Heinz Hörenz, Horst Uecker, Fredy Bomsdorf (SpVgg Lohsa / Weißkollm), Andreas Sebastian, Uwe Heidrich, Siegmund Heidrich und Harry Dollerschell sowie als Teambegleiter Armin Wetzlich, Eberhard Greibig und Herbert Becker.

Die Tore für die SpG erzielten Uwe Heidrich (4 x) sowie je 1 x Harry Dollerschell, Lutz Hattliep und Andreas Sebastian.

Finale mit Fischbrötchen

Das gesamte Team machte nach erfolgreicher Ankunft in der Heimat noch einen kurzen „Boxenstop“ bei Herbert Becker. Nach einem ordentlichen Fischbrötchen und einem letzten Bierchen fand das Abenteuer NOFV-Meisterschaft 2021 für die Knappensee-Oldies seinen Abschluss.

Alle Spiele

SpVgg Knappensee – SG Rauen 0:2
NSF Gropiusstadt – Germania Wernigerode 1:0
SG Rostocker FC/ScanHaus Marlow – Hertha BSC 1:3
NSF Gropiusstadt – SpVgg Knappensee 0:2
Hertha BSC – SG Rauen 0:0
Germania Wernigerode – SG Rostocker FC/ScanHaus Marlow 0:3
SpVgg Knappensee – Hertha BSC 2:0
SG Rostocker FC/ScanHaus Marlow – NSF Gropiusstadt 2:1
SG Rauen– Germania Wernigerode 0:2
SG Rostocker FC/ScanHaus Marlow – SpVgg Knappensee 3:3
Germania Wernigerode – Hertha BSC 0:0
NSF Gropiusstadt – SG Rauen 4:1
Germania Wernigerode – SpVgg Knappensee 0:0
SG Rauen – SG Rostocker FC/ScanHaus Marlow 0:3
Hertha BSC – NSF Gropiusstadt 1:2

Abschlusstabelle

1. SG Rostocker FC/ScanHaus Marlow 5 12: 7 +5 10
2. NSF Gropiusstadt 5 8: 6 +2 9
3. SpVgg Knappensee 5 7: 5 +2 8
4. Hertha BSC 5 4: 5 -1 5
5. Germania Wernigerode 5 2: 4 -2 4
6. SG Rauen 5 3: 9 -6 4

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