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Bündnisgrüne schicken Hoyerswerdaer

Der 24-Jährige will Einfluss auf politische Entscheidungen für die Lausitz nehmen – in Berlin.

Seinen Wahlkampfauftakt absolvierte der bündnisgrüne Bundestagskandidat Lukas Mosler (24) jetzt im Parteibüro in Hoyerswerda.
Seinen Wahlkampfauftakt absolvierte der bündnisgrüne Bundestagskandidat Lukas Mosler (24) jetzt im Parteibüro in Hoyerswerda. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Lukas Mosler ist für Bündnis 90/Die Grünen der Bundestagsdirektkandidat im Wahlkreis 156 – Bautzen I und Kandidat auf der sächsischen Landesliste – dabei ist der Industriekaufmann gerade 24 Jahre alt. Zum Wahlkampfauftakt seiner Partei hat er sich im Büro der Bündnisgrünen in Hoyerswerda vorgestellt. Er wird auch noch andere Orte im Wahlkreis besuchen. Lukas Mosler möchte verlässlicher Ansprechpartner für die Menschen in der Lausitz sein, ihre Probleme in den Bundestag bringen und mit Vertretern anderer ländlicher Regionen Lösungen erarbeiten.

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Die Herausforderungen des Braunkohleausstiegs können nur Kommunalpolitiker, Unternehmer, Bürger und Vereine gemeinsam schultern, damit sich die ganze Lausitz positiv weiterentwickelt, erklärt Lukas Mosler. Zum Beispiel denkt er an Jugendliche, die attraktive Ausbildungsmöglichkeiten suchen und an Kumpel, die nach ihrer Arbeit in der Kohle eine neue Beschäftigung brauchen. Sie könnten eine handwerkliche Ausbildung in der Region absolvieren und freie Stellen in hiesigen Handwerksbetrieben besetzen.

„Ordentlich bezahlte Arbeitsplätze sollen das sein, denn Sachsen muss weg vom Image als Niedriglohnland“, fordert der junge Politiker. Er findet es auch schlimm, dass Frauen immer noch weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen wie Männer. In diesem Punkt Einkommensgerechtigkeit zu schaffen, steht auf seiner To-do-Liste für den Bundestag.

Um die Mobilität im Lausitzer Seenland in Richtung Klima- und Umweltschutz zu verändern, ist das Radwegenetz auch außerhalb der Ortschaften weiter auszubauen, sagt Lukas Mosler. Der öffentliche Personennahverkehr müsse Fahrzeiten entsprechend den Bedürfnissen der Menschen anbieten und darf kein Dorf abhängen. Nur dann können nämlich alle Azubis sicher auf zwei oder vier Rädern in die Betriebe kommen, Kinder zur Schule und kranke Menschen zu ihrem Haus- oder Facharzt. Damit Familien den Alltag nicht ausschließlich mit ein bis zwei eigenen Autos organisieren müssen, sollen Carsharing-Angebote auf dem Land Abhilfe schaffen.

Zur Politik hat Lukas Mosler über seine Teilnahme an Großdemonstrationen in Dresden gefunden, die sich für eine offene solidarische Gesellschaft einsetzen. „Da lässt sich gut Flagge gegen Rechtsaußen zeigen“, erzählt der junge Mann, aber irgendwann hat ihm das nicht mehr gereicht. 2018 ist er der Partei Bündnis 90/Die Grünen beigetreten, weil er von anderen jungen Mitgliedern begeistert war.

Jetzt hat Lukas Mosler Freude daran gefunden, selbst Einfluss auf politische Entscheidungen für die Lausitz nehmen zu können. Deshalb kandidiert er für den Bundestag. Am 26. Juli von 16 bis 18 Uhr wird er das nächste Mal im Büro der Bündnisgrünen in der Kirchstraße 12 zum Gespräch mit den Bürgern anzutreffen sein.

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