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Dann mal ran an den Herd

Am Montag wurde auf der Kinder- und Jugendfarm die neue Lehrküche feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Die neuen Kochinseln in der neuen Lehrküche wurden gleich in Beschlag genommen. Da ließ sich auch Staatsminister Thomas Schmidt (rechts) nicht zweimal bitten.
Die neuen Kochinseln in der neuen Lehrküche wurden gleich in Beschlag genommen. Da ließ sich auch Staatsminister Thomas Schmidt (rechts) nicht zweimal bitten. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Ein Duft von frischem Obst liegt in der Luft. Knallrote Früchte, aufgereihte Gläser mit Zuckerrand, fein gemahlene Gewürze und frische Kräuter versprechen einen leckeren und gesunden Snack für zwischendurch. Die beiden Farm – Mitarbeiterinnen Elzbjeta Hoyer und Lisa Meiser sowie drei Schülerinnen stehen bereits in den Startlöchern.

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In der neuen Küche ist schon alles vorbereitet. Der sächsische Staatsminister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt (CDU) lässt sich nicht zweimal bitten, die jungen Nachwuchsköche bei der Zubereitung zu unterstützen. Obst abwaschen, putzen, Früchte zerkleinern, würzen und portionieren. Die Zubereitung von Mahlzeiten in der neuen Lehrküche scheint nicht nur den drei Schülerinnen sehr viel Spaß zu machen. Ein großer, heller freundlicher modern ausgestatteter Raum mit vier Kochinseln lässt (fast) keinen Wunsch offen.

Es war der 20. August vergangenen Jahres, als der Umbau zur neuen Lehrküche, mit angrenzendem Schulungsraum sowie neuen Büro- sowie Sanitärräumen auf der CSB-Kinder- und Jugendfarm begonnen hatte. Rund 215.000 Euro kostete das Vorhaben, das von der Europäischen Union unterstützt wurde. Die alte Küche war viel zu klein und bot keine guten Möglichkeiten, um sich selbst ausprobieren zu können und gemeinsam zu kochen. Der neu geschaffene Lernort für nachhaltige Ernährung ist Teil des Kooperationsprogramms „Interreg Polen-Sachsen 2014-2020“, mit der Zielsetzung Entwicklungsbarrieren im Grenzraum Polen – Sachsen überwinden und die gemeinsame Zusammenarbeit vertiefen zu können.

Mit der Universität Breslau will das Christlich-Soziale Bildungswerk (CSB) das zweisprachige Projekt mit den beiden Standorten Hoyerswerda und dem polnischen Radomierz langfristig verbinden und grenzüberschreitend mit Leben erfüllen. Verbunden mit der Zielsetzung die junge Generation für das Thema bewusste Ernährung zu sensibilisieren, erklärte CSB-Geschäftsführer Peter Neunert.

Unterrichtsmaterialen in deutscher und polnischer Sprache sowie eine Lern- und Lehrplattform im Internet ergänzen die zweisprachigen Angebote. Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie konnte somit der Austausch und der Kontakt untereinander dennoch aufrechterhalten werden. Die geplanten gemeinsamen Projekttage sollen zu gegebener Zeit nachgeholt werden. Die Kooperation zwischen Deutschland und Polen sei für die weitere positive Entwicklung der Grenzregion maßgeblich, so Staatsminister Thomas Schmidt der sich in erster Linie bei den Steuerzahlern bedankte, die dafür gesorgt haben, dass Projekte wie diese finanziert und umgesetzt werden können. „Wir haben den Anspruch, Steuergelder sinnbringend einzusetzen. Das zweisprachige Projekt und die neue Lehrküche auf der Farm sind sehr gute Investitionen in die Zukunft.“

Auch Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh lobte das Engagement des CSB. „Der CSB und seine fünfzehn Einrichtungen sind für die Region sehr wichtig. Wir sind als Stadt sehr dankbar für die zahlreichen Angebote. Die Farm ist ein wunderschöner Ort des Lernens und des Lebens.“

Oder wie es Maria Michalk, Vorsitzende des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen, formulierte: „Eine gute Verbindung zwischen Natur und Mensch, die beste und moderne Bedingungen braucht.“

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