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Hoyerswerda

Das Freibad soll verkauft werden

Bis 31. Januar sind Angebote möglich. Eine touristische Nachnutzung ist kein Muss.

Die Gebäude und Anlagen des ehemaligen Freibades Laubusch wurden vom damaligen BKW Glückauf errichtet und zum Bergmannstag 1966 seiner Bestimmung übergeben. Die Schließung erfolgte nach der Badesaison 2016.
Die Gebäude und Anlagen des ehemaligen Freibades Laubusch wurden vom damaligen BKW Glückauf errichtet und zum Bergmannstag 1966 seiner Bestimmung übergeben. Die Schließung erfolgte nach der Badesaison 2016. © Foto: Ralf Grunert

Laubusch. Der Verkehrwert, zu dem das seit vier Jahren geschlossene Laubuscher Freibad von der Stadt Lauta zum Kauf angeboten wird, beträgt 47.000 Euro und ist gleichzeitig das Mindestgebot. Gestern wurde diese Summe öffentlich bekannt gegeben, wie vorige Woche von Bürgermeister Frank Lehmann in der Stadtratssitzung angekündigt. In dieser hatte er auch hinsichtlich der künftigen Nutzung klargestellt: „Wir wollen ergebnisoffen ausschreiben. Natürlich bietet sich eine touristische Nutzung an, aber es ist kein Muss.“ Bislang der Stadt vorliegenden Interessenbekundungen zielen aber alle auf Angebote rund um Freizeit und Tourismus ab.

Mit einem einstimmig gefassten Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat den Weg für einen Verkauf des Freibades geebnet. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren war im gleichen Gremium die endgültige Schließung der 1966 als Volksbad geöffneten Freizeiteinrichtung beschlossen worden. Vorausgegangen war eine vom Bürgermeister initiierte Spendenaktion „1 plus 1“, in deren Ergebnis der städtische Zuschussbedarf von jährlich rund 90.000 Euro halbiert werden sollte. Unterm Strich kamen lediglich 11.000 Euro zusammen. Daraufhin wurde ein Schlussstrich gezogen – nach der 50. Freibad-Saison.

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Rückbau die letzte Alternative

Seither findet sich die Immobilie im Gebäude- und Sportstätten-Konzept mit dem Vermerk wieder, dass sich die Stadt um eine Vermarktung bemühen soll. Der Rückbau sei die letzte Alternative, zumal ein solcher nicht ganz billig sein dürfte. Die Schätzung belief sich auf 250.000 Euro.

Ein Verkauf würde dagegen Einnahmen in die nicht gerade prall gefüllte Stadtkasse von Lauta spülen. Was aber bekommt ein potenzieller Erwerber für sein Geld? Zuerst einmal ein rund 15.000 Quadratmeter großes Grundstück mit vielen Grünflächen, die das Freibad seinerzeit für Besucher so attraktiv gemacht haben. Der eigentliche Badebereich besteht aus drei Becken für Schwimmer, Nichtschwimmer und Kleinkinder, deren Wasserfläche sich im gefüllten Zustand auf rund 3.000 Quadratmeter summiert. Hinzu kommt ein eingeschossiger Gebäudetrakt, in dem sich Büro, Lager-, Umkleide-, und Sanitärräume befinden. Insgesamt handelt es sich um 18 Räume mit einer Grundfläche von knapp 600 Quadratmetern. „Grundsätzlich wäre eine generelle Modernisierung und Instandsetzung der Gesamtanlage erforderlich“, heißt es im Exposé der Stadt.

Schon im Februar soll im Stadtrat eine Auswertung der bis dahin eingegangenen Angebote erfolgen. Spätestens im April sollte der Beschluss über einen Verkauf gefasst werden. „Vielleicht auch schon früher“, so die Aussage des Bürgermeisters. Analog zum Verkauf des ehemaligen Kinderwochenheims werden Interessenten ein Finanzierungs- und Nutzungskonzept vorlegen müssen. Eine Zuschlagspflicht für die Stadt wird zudem ausgeschlossen.

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