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Das Lausitz-Center feiert 25 Jahre

Ein Vierteljahrhundert besteht die „Gläserne Passage“ im Hoyerswerdaer Stadtzentrum.

Messingplatte zur Eröffnung des Centers im Mittleren Lichthof.
Messingplatte zur Eröffnung des Centers im Mittleren Lichthof. © Foto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Erst mal kam lange Zeit nichts im Hoyerswerdaer Stadtzentrum. Dann, nach jahrelangen Kämpfen, kam das Centrum-Warenhaus. Der DDR-Minister für Handel und Versorgung, Günter Sieber, eröffnete es am 28. Juni 1968. Das war immerhin etwas, aber noch lange nicht die „Bummelstraße, die tröstliche, atmende, hundertäugige Doppelzeile von Trottoirs und Schaufenstern, in der du allein sein kannst, aber unter Leuten ... – meine Passage unter gläsernem Himmel“, die Brigitte Reimanns Roman-Architektin Franziska Linkerhand für Hoyerswerda einfordert.

Dann kam wieder lange fast nichts. Ein paar Lädchen und Gaststätten im Erdgeschoss der Hochhäuser. Am 30. April 1984, das „Haus der Berg- und Energiearbeiter“ (die heutige Lausitzhalle); ein Schwarzbau, den der Generaldirektor des Gaskombinates Schwarze Pumpe, Dr. Herbert Richter, durchgekämpft hatte. Doch der Platz selber blieb: ein Elend, siehe links oben.

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Ab 6. November warten bei der SZ-Auktion wieder tolle Schnäppchen, ob als Geschenk oder für einen selbst. Gleichzeitig wird damit der regionale Handel unterstützt.

Das änderte sich erst, als die ECE-Gruppe 120 Millionen Mark in die Hand nahm und das Lausitz-Center bauen ließ, „angelehnt“ an das mittlerweile entstandene C & A. Damit wurde das Ensemble um den vormaligen Platz des 7. Oktober, nun Lausitzer Platz, harmonisch geschlossen. Am 31. August 1995 öffnetet das Center, das an Spitzentagen 30.000 Besucher zählt(e) und sich nicht nur als Einkaufsstätte verstand und versteht, sondern als lebendiger Marktplatz und Treffpunkt der Generationen; das mit seinem Wandelgang und vielen Aktionen darin oft als Stätte der Begegnung und Kultur auftritt.

Aber Einkaufen ist freilich der Hauptzweck des Lausitz-Centers: Rund 60 Fachgeschäfte, Dienstleister und Gastronomen sorgen seit einem Vierteljahrhundert dafür, dass der zentrale Platz der Hoyerswerdaer Neustadt Anziehungspunkt für Besucher aus dem Einzugsgebiet im 50-Kilometer-Umkreis zwischen Bautzen/Dresden, Cottbus, Senftenberg und Weißwasser ist. Erst recht, seit die ECE das Centrum, nachmals Karstadt, später ganz geschlossen, kaufte und dem Lausitz-Center angliederte; es am 20. März 2013 im Erdgeschoss als Erweiterung seiner Stammflächen wieder eröffnete.

Das alles hatte groß gefeiert werden sollen – immerhin eine 25 Jahre währende Erfolgsgeschichte. Doch dann kam Corona und verdarb alles. Mittlerweile ist ein bisschen Normalität wieder eingekehrt, sieht man von der „Maskenpflicht“ ab, doch an rauschende Geburtstagswochen ist nicht zu denken. Dennoch: ganz sang- und klanglos geht dieses Jubiläum nicht vorbei – das wäre, so denkt Center-Manager Dieter Henke, Undank gegenüber den Besuchern.

So gibt es vom 1. Oktober bis 11. Oktober wenigstens ein Mini-Programm: eine Foto-Ausstellung, die 25 Jahre Lausitz-Center Revue passieren lässt, und einen verkaufs-offenen Sonntag, bei dem am 11. Oktober um 13.30 Uhr die Saspower Dixieland-Stompers auf der Center-Bühne spielen. Und es gibt ein Gewinnspiel, bei dem neben Center-Gutscheinen drei Mal Kultur und Kulinarisches in beachtlichem Wert (in summa 1.000 Euro) gewonnen werden kann. Den Fragen- und Teilnahme-Coupon gibt’s am Donnerstag in der Lausitz-Center Aktuell.

1994: Am 6. April erfolgte der erste Spatenstich – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Am 31. März war die Bautafel gestellt worden, am 1. April offizieller Baubeginn.
1994: Am 6. April erfolgte der erste Spatenstich – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Am 31. März war die Bautafel gestellt worden, am 1. April offizieller Baubeginn. © Foto: Lausitz-Center-Archiv

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